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Oberösterreich

Toni Aichenauer: Unheilbar krank, unendlich engagiert

Der 32-jährige Toni Aichenauer aus Kematen an der Krems ist Botschafter der Harley Davidson Charity Tour.

Toni Aichenauer, der an Spinaler Muskelatrophie Erkrankte wurde zum "Harley Davidson Charity Tour"-Botschafter auserkoren   Bild: (Privat)

Sein Start ins Leben war gut. Kurz vor seinem ersten Geburtstag tat Toni Aichenauer seine ersten Schritte. Doch kurze Zeit später machten die Beine des Buben nicht mehr mit. "Ich bin immer wieder zusammengesackt, hat meine Mutter erzählt. Niemand wusste, was ich habe", sagt der 32-Jährige aus Kematen an der Krems. Monate später stellten Ärzte die Diagnose Spinale Muskelatrophie, eine unheilbare Krankheit, die Muskelschwund verursacht.

"Aber ich hab’ mich deshalb nicht unterkriegen lassen", sagt Aichenauer. Er versucht anderen Betroffenen Mut zu machen und ihnen zu helfen – als Botschafter der Harley Davidson Charity Tour. Durch die medienwirksame Aktion, die es seit zwei Jahrzehnten gibt, wird jährlich mit einer groß angelegten Motorradtour durch Österreich Geld gesammelt, um Menschen mit unheilbaren Muskelkrankheiten finanziell zu unterstützen und Spenden für die Forschung zu sammeln.

Auf die wohltätige Aktion wurde der 32-Jährige 2012 aufmerksam, bei einem Stopp der Charity Tour in Pasching lernte der Mann im Rollstuhl einige der Biker persönlich kennen. Unterstützung erhielt er für Medikamente und einen Umbau des Familienautos. Vor zwei Jahren konnte die hilfsbereite Motorradgang Tonis größten Wunsch erfüllen: er durfte nach Paris fliegen, zusammen mit einem Harley-Biker. Seither hat sich aus der bloßen Reisebegleitung eine enge Freundschaft entwickelt.

"Die meisten Harleyfahrer erwecken den Eindruck von Draufgängern. Viele von ihnen haben durchaus eine harte Schale, aber einen weichen Kern", sagt der FC-Bayern-Anhänger, der inzwischen zum Botschafter der Aktion avancierte. Als solcher konnte der Musical-Fan und leidenschaftliche Kinobesucher die Gang auf ihrer sechstägigen Tour für einen kurzen Stopp in seine Heimatgemeinde locken: Am Freitag, 11. August, werden 150 bis 200 Motorradfahrer auf ihren Asphaltfegern nach Kematen/Krems glühen. "Ich freu’ mich schon sehr darauf. Ihre Ankunft wurde mit 13 Uhr vorangekündigt."

 

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Artikel Valentina Dirmaier 09. August 2017 - 00:04 Uhr
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