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Oberösterreich

Sturm in Oberösterreich: 1200 Feuerwehrleute im Einsatz

LINZ. 1200 Feuerwehrleute standen am Freitagabend in ganz Oberösterreich im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. Die Böen erreichten Spitzengeschwindigkeiten um die 100 km/h.

Sturm

Der Sturm ließ ganze Bäume umknicken, wie etwa hier in Wels.  Bild: (www.laumat.at)

Oberösterreichs Feuerwehren standen am Freitagabend im Dauereinsatz. Der Grund: Ein heftiger Sturm zog über das Land. In ganz Oberösterreich wurden insgesamt 80 Feuerwehren mit rund 1200 Helfern zu 200 Einsätzen gerufen. Und das allein zwischen 19:30 und 22:00 Uhr.

Die starken Windböen deckten Dächer ab, ließen Äste abknicken oder ganze Bäume und Strommasten umstürzen und warfen Baustellengitter um. Die freiwilligen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, Verkehrswege wieder freizumachen, Dächer provisorisch abzudichten und lose Gegenstände zu sichern Die Aufräumarbeiten wurden in der Nacht auf Samstag fortgesetzt. 

Mehrere Stromausfälle

Durch den Sturm wurden zahlreiche Stromleitungen beschädigt. In vielen Gemeinden kam es zu kurzzeitigen Stromausfällen, etwa in Lambach, Steyrermühl, Kematen und St. Georgen an der Gusen. 

Laut Feuerwehr knickten außerdem mehrere Maibäume um, so etwa in Waldneukirchen (Bezirk Steyr-Land). Dort musste die örtliche Feuerwehr den Dorfplatz und die umliegenden Straßen sperren, da die Spitze des Baums abgebrochen und im Baumschmuck hängengeblieben war. Mit Hilfe eines Kranfahrzeugs wurde der abgebrochene Wipfel zu Boden befördert. 

 Bild: www.ff-waldneukirchen.at

In Grieskirchen geriet der Maibaum auf dem Kirchenplatz derart in Schieflage, dass er umzustürzen drohte. Die Polizei meldete "Gefahr im Verzug" und rief die Feuerwehr zu Hilfe. Diese musste den Baum schließlich auf Anordnung von Bürgermeisterin Maria Pachner umschneiden, um Schlimmeres zu verhindern.

Bild: FF Grieskirchen/V.Koch  

In Traun und in Steyr stürzten zudem Bäume auf Oberleitungen der ÖBB-Verbindung und begannen zu qualmen. Auch die Straßenbahnverbindung in Traun war unterbrochen, nachdem sich ein Werbeballon gelöst hatte und in der Leitung hängengeblieben war - hier weiterlesen. In Weyregg am Attersee kam es außerdem zu einer Bootsbergung, die Wasserrettung musste ausrücken - mehr dazu hier.

Auch sportliche Veranstaltungen waren betroffen. So musste das Derby in Marchtrenk zwischen Viktoria und SC (Landesliga West) beim Stand von 1:0 für die Gäste abgebrochen werden.

97 km/h Wind 

Der Sturm über Oberösterreich dauerte bis in die späten Abendstunden. Mit 97 Stundenkilometern wurden die heftigsten Böen im Flachland in Alkoven (Bezirk Eferding) gemessen. Mit 93 Kilometern pro Stunde fegte der Sturm über Enns, 91 km/h waren es in Fischlham, 87 in Marchtrenk und 83 in Wels. Der Wind wirbelte auch viel Staub und Pollen durch die Luft. Für Allergiker war Vorsicht geboten. 

Dieses Zeitraffer-Video wurde in Scharten aufgenommen: 

Das Sommerwetter ist nun vorerst passé. Mit dem Wind hat es in allen Regionen markant abgekühlt. Das Wochenende bleibt unbeständig. Am Samstag halten sich vom Bodensee bis ins Salzkammergut, vom Großglockner bis zur Pack schon vormittags dichte Wolken und es regnet häufig leicht. Weiter östlich gibt es anfangs noch zumindest zaghafte Auflockerungen, im Tagesverlauf verdichtet sich die Bewölkung aber auch hier. Der Wind weht im Donauraum sowie im östlichen Flachland oft lebhaft bis kräftig aus West bis Nord. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei nur noch elf bis 15 Grad.

Auch am Sonntag halten sich teils dichte Wolkenfelder und an der Alpennordseite und im Norden fällt immer wieder Regen bei einer Schneefallgrenze knapp unter 2.000 Metern. Im Laufe des Tages klingen die Niederschläge langsam ab und mit Ausnahme der klassischen Staulagen beginnt es allmählich heller zu werden und etwas aufzulockern. Die Tageshöchstwerte erreichen 14 bis 22 Grad.

So sah der Sturm über dem Zentralraum aus Mühlviertler Sicht aus:

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Artikel viel/jup 19. Mai 2017 - 20:09 Uhr
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