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Oberösterreich

Staatsanwaltschaft will nach Tauchunglück im Attersee Untersuchung

NUSSDORF. Nachdem vor einer Woche die Leiche eines vermissten polnischen Tauchers im Attersee gefunden wurde, ordnete die Staatsanwaltschaft nun eine Untersuchung wegen möglichen Fremdverschuldens an. Der Grund: Eine Sauerstoffflasche war zugedreht.

Toter Taucher aus Attersee geborgen

Die Leiche des polnischen Tauchers wurde schließlich beim 17. Tauchgang gefunden. Bild: Thomas Leitner

"Es gibt einiges zu untersuchen", sagte der Kommandant der Polizeiinspektion Mondsee, Andreas Pacher auf Anfrage von nachrichten.at. Der 40-jährige polnische Taucher wurde seit 23. März im Bereich der Schwarzen Brücke  vermisst,  in der Vorwoche konnte die Leiche des Vermissten schließlich gefunden werden.

Eine Obduktion hatte Anfang dieser Woche ergeben, dass der Mann ertrunken ist. Nachdem Polizisten allerdings eine zugedrehte Sauerstoffflasche entdeckt haben, wurde die Polizei in Mondsee mit einer weiteren Untersuchung betraut. Dadurch soll geklärt werden, ob Fremdverschulden abgeleitet werden kann oder nicht. Für Pacher handelt es sich dabei um eine "Standardsache", wie er sagt: "Der Taucher könnte sich das Tauchgerät auch selber zugedreht oder einen Fehler gemacht haben."

Pacher erhofft sich vor allem von der Untersuchung des Tauchcomputers bedeutende Aufschlüsse. Problematisch sei allerdings die Tatsache, dass der Mann so lange im Wasser gelegen ist und dadurch Daten des Computers nicht mehr abrufbar sein könnten.

Wie viele Sauerstoffflaschen ein Taucher benötigt, hänge unter anderem von der Art des Tauchgangs ab. Der Pole war am 23. März mit vier Flaschen ins Wasser gestiegen.

Wie lange die Untersuchung dauern werde, kann Pacher nicht sagen. Die Staatsanwaltschaft (Stawa) habe einen Zeitraum von zwei Monaten eingeräumt. "Wir hoffen, dass wir früher ein Ergebnis bekommen", sagt der Polizei-Kommandant.

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Artikel Gerhild Niedoba 22. Mai 2013 - 10:06 Uhr
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