Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 28. April 2017, 23:44 Uhr

Linz: 3°C Ort wählen »
 
Freitag, 28. April 2017, 23:44 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Spendenabzug: Mikl-Leitner will mit Hilfsorganisationen sprechen

WIEN/LINZ. Die Verträge zur Abrechnung von Ausgaben für Transitflüchtlinge laufen Ende März aus. Das Rote Kreuz OÖ versteht die Aufregung nicht.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP) will sich nach der Aufregung um den Brief an Hilfsorganisationen, wonach die Spenden für die Flüchtlingshilfe von den Förderungen abgezogen werden sollen, sowohl für die Steuerzahler als auch für die Hilfsorganisationen einsetzen. "Hier muss es möglich sein, alle Interessen unter einem Hut zu vereinbaren", sagte Mikl-Leitner gestern im Ö1-"Morgenjournal". Die Innenministerin betonte, dass dieser Passus in den im Herbst unterzeichneten Förderverträgen enthalten sei. Diese seien im Auftrag des Finanzministeriums erstellt worden. "Wir sind nur die Abwickler", sagte Mikl-Leitner.

Die Förderverträge laufen Ende März aus. Deshalb kündigte Mikl-Leitner für kommende Woche Gespräche zwischen Finanz- und Innenministerium sowie Hilfsorganisationen an. Es sei ihr wichtig, dass die Hilfsorganisationen so rasch wie möglich zu ihrem Geld kommen, betonte Mikl-Leitner. Wie berichtet, warten sie noch auf die Abrechnung der Monate Jänner und Februar. Ob der umstrittene Passus in den neuen Verträgen für die Periode ab April wieder enthalten sein wird, steht noch nicht fest.

Walter Aichinger, Präsident des Roten Kreuz Oberösterreich, versteht die Aufregung nicht: "Es steht eben im Vertrag, dass allfällige für Transitflüchtlinge gewidmete Spenden gegengerechnet werden." Seine Landesorganisation habe überhaupt kein Problem damit.

Knapp 60.000 Euro habe das Rote Kreuz Oberösterreich an Spenden konkret für Transitflüchtlinge lukriert. Dafür seien beispielsweise Decken gekauft worden. "Klar, dass wir das dann nicht nochmals ans Ministerium verrechnen. Es entspricht unserer Spendenpolitik, dass das völlig transparent sein muss." (mini)

Kommentare anzeigen »
Artikel 23. März 2016 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Die Maibaumdiebe sind wieder unterwegs

LINZ. Im ganzen Land wird der Brauch gepflegt, sogar eine eigene „Maibaum-Landkarte“ gibt es.

Weltrekordversuch: 30.000 Höhenmeter in 48 Stunden

SONNTAGBERG. Ab 15 Uhr geht es los: Extremsportler Stefan Wagner muss für die Bestmarke unglaubliche 243 ...

45 Prozent mehr Niederschlag und Frostrekorde: Das war der April 2017

OBERÖSTERREICH. Die vorläufige Wetterbilanz der ZAMG bestätigt, was sich die meisten von uns schon gedacht ...

Mopedlenker übersah Pkw: Auf Straße geschleudert

STADL-PAURA. Weil ein Mopedlenker Donnerstagabend in Stadl-Paura vermutlich einen entgegenkommenden Pkw ...

Schwimmende Häuser im Linzer Winterhafen

LINZ. Das erste von vier schwimmenden Häusern ist im Linzer Winterhafen fertiggestellt worden.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!