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Oberösterreich

Rotes Kreuz freut sich über neuen Höchststand bei den Freiwilligen

LINZ. 22.143 ehrenamtliche Mitarbeiter leisten 3,2 Millionen freiwillige Stunden für das Rote Kreuz Oberösterreich.

(Symbolbild) Bild: (Volker Weihbold)

"Wir haben die passende Jacke für dich". Von diesem Slogan des Roten Kreuzes lassen sich immer mehr Oberösterreicher ansprechen. "Mit 22.143 freiwilligen Mitarbeitern ist ihre Zahl auf ein neues Rekordhoch gestiegen", sagte Walter Aichinger, Präsident des oö. Roten Kreuzes, heute auf einer Pressekonferenz in Linz. Sie leisteten 3,2 Millionen freiwillige Stunden, 75 Prozent davon im Rettungsdienst.

"Gut 40 Prozent aller Rettungs- und Krankentransporte werden von Freiwilligen erbracht", sagte Aichinger. Die Einsätze im Rettungs- und Krankentransport stiegen auf 555.894 an. Die Gesamtzahl der Klienten im Bereich Pflege und Betreuung übertrifft erstmals die 20.000er-Marke (20.905).

Für den Zuwachs an Freiwilligen sind vor allem zwei Gruppen verantwortlich: Erstens die Zivildiener – bis zu 80 Prozent treten nach dem Zivildienst dem Roten Kreuz bei. Zweitens die Pensionisten, die ihre beruflichen Erfahrungen etwa in Projekten der strukturierten Nachbarschaftshilfe einbringen. Viele helfen in den 22 Sozialmärkten des Roten Kreuzes mit, in denen man nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kleidung und Möbel kaufen kann. Auch bei "Essen auf Rädern" sind viele Pensionisten aktiv.

An neuen Dienstleistungen wird laut Aichinger derzeit intensiv gearbeitet. Ein Beispiel ist das Projekt "Caring Communities", das sich nach niederländischem Vorbild zum Ziel gesetzt hat, die Familien- und Nachbarschaftshilfe in Gemeinden und Stadtteilen zu reaktivieren.

Sehr gefragt sind auch die Erste-Hilfe-Kurse. 32.500 Teilnehmer absolvierten im Vorjahr diese Kurse. Dazu kommen 11.427 Einführungskurse für Kinder und Jugendliche.

Auch mit einer Bildungsinitiative will das Rote Kreuz punkten: Unter dem Leitspruch "Alpha. Meine Chance" sollen bis 2022 rund 350 Lesecoaches jährlich 750 Schüler der 1. Und 2. Volksschulklassen in der Lesekompetenz stärken. Besonders wichtig "denn 20 bis 30 Prozent der Schulabgänger können nicht sinnerfassend lesen", sagte Landesgeschäftsführer Erich Haneschläger. Auch die bewährten Aufgabenfelder des Jugendrotkreuzes werden weiter ausgebaut: Neben HELFI, Erste Hilfe, Babyfit und Schwimmen entwickelt sich das Kindergartenprogramm ROKO laut Haneschläger besonders gut.

AUT, Pressekonferenz Oesterreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Oberoesterreich - Bilanz der Menschlichkeit

Walter Aichinger (OÖRK-Präsident), Erich Haneschläger (OÖRK-Landesgeschäftsleiter)

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Artikel Alfons Krieglsteiner 13. Juni 2018 - 12:16 Uhr
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