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Oberösterreich

Rony Herman: Seine Karriere begann mit einem Mord

Der Linzer Rony Herman wurde zum Schauspieltalent des Jahres gewählt.

Rony Herman

Rony Herman, 26 Jahre, wurde zum Jungstar des Jahres gewählt Bild: privat

Eine dunkle U-Bahn-Station, ein Großaufgebot der Polizei, eine Blutlache – und Rony Herman mittendrin. Ausgerechnet als ermordeter Neonazi begann der in Israel geborene Linzer 2011 seine Karriere als Schauspieler. Damals war Harald Krassnitzer in der Tatort-Folge „Vergeltung“ seinem brutalen Mörder auf der Spur. „Ich habe gehört, dass es Glück bringen soll, wenn man als erste Rolle eine Leiche spielt“, sagt der 26-Jährige. Sechs Jahre später hat sich Hermans Vermutung bestätigt.

Der Linzer wurde mit großem Vorsprung von den Lesern der Zeitschrift „TV-Media“ zum Jungstar des Jahres gewählt und ziert das aktuelle Cover des Magazins. „Ich habe als Kind immer die Hollywood-Stars bewundert und jetzt bin ich da selber drauf“, freut sich Herman über die Auszeichnung. Dabei hatte er den Traum vom Schauspiel schon beinahe ausgeträumt. „Ich habe mich nach der Matura aus Angst vor dem Scheitern für ein Studium entschieden und bin nach Wien gezogen.“ Jus machte den aufgeweckten Herman nicht glücklich. Nach dem ersten Abschnitt verließ er den Paragrafendschungel wieder und folgte seinem Bruder nach New York. „Ich hatte das Gefühl, dass ich auf mein Herz hören muss.“

Herman absolvierte die Ausbildung im renommierten Lee Strasberg Institut, arbeitete nebenbei als Kellner und kam in der Großstadt mit Al Pacino ins Gespräch. „Er hat mir beigebracht, jedes Casting als professionelle Übung zu sehen.“ Zurück in Österreich ergatterte der frühere Klassenclown seine erste Hauptrolle. In der aktuellen Staffel von Soko Kitzbühel spielt er einen der Hauptverdächtigen. „Schauspiel muss ehrlich sein, damit es auch ehrlich wirkt. Es muss aber viel passieren, dass ein Rony Herman jemanden umbringen will.“ Vor ausgefallenen Rollen hat der Bayern-München-Fan keine Angst. „Auch der schlimmste Verbrecher hat irgendein Gefühl, in das ich mich hineinversetzen kann.“

Ein Interview lesen Sie hier

 

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Artikel Gabriel Egger 13. März 2017 - 00:04 Uhr
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