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Oberösterreich

Ried gegen Altach: Hooligans prügelten sich in Enns

ENNS. 49 gewaltbereite "Fans" in Rauferei auf Parkplatz verwickelt.

Ried gegen Altach: Hooligans prügelten sich in Enns

Obwohl die Vereine nicht gegeneinander spielten, kam es zum Schlagabtausch zwischen Riedern und Altachern. Bild: gepa

Altach gegen Ried, das ist frei nach Helmut Qualtinger Brutalität. Jedenfalls, wenn sich die gewaltbereiten Fußballanhänger abseits des Stadions zu einem Match in der berüchtigten "dritten Halbzeit" treffen. So geschehen am Samstagabend auf dem Asfinag-Autobahnparkplatz in Enns. Laut Polizei gingen 32 Rieder und 17 Fans aus Vorarlberg aufeinander los.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um kein zufälliges Treffen handelte, sondern der Raufhandel eine "ausgemachte Sache" war. "Wir vermuten derzeit, dass sie Telefonkontakt hatten", sagt Johannes Prager, der Chef des szenekundigen Dienstes in der oberösterreichischen Landespolizeidirektion.

Denn die SV Ried und der SCR Altach spielten am Wochenende in der Bundesliga gar nicht gegeneinander. Die Vorarlberger gastierten am Samstag in Wien und verpassten der Austria mit einem 3:1-Auswärtssieg ein Veilchen. Die Rieder mussten dahingegen die Reise ins niederösterreichische Maria Enzersdorf zu Admira Wacker antreten und sich dort 1:0 geschlagen geben. Frustriert von einer weiteren Niederlage im Abstiegskampf reisten die Rieder mit zwei Bussen zurück ins Innviertel. Ein Bus wurde dabei von zwei szenekundigen Polizisten begleitet. Der zweite, unbegleitete Transporter machte aber auf der Heimfahrt noch einen Stopp in Enns.

Gegen 22.45 Uhr kam es auf dem Parkplatz zum Aufeinandertreffen zweier rivalisierender Fangruppen. Als die Polizei zum Tatort anrückte, war der Bus mit den Innviertlern bereits verschwunden. Nur noch die Altacher waren vor Ort. Die Beamten führten 17 Identitätsfeststellungen durch und ließen die Westösterreicher nach Hause reisen. Verletzungen hatten die Altacher offensichtlich nicht erlitten.

Die Exekutive leitete entlang der A8 eine engmaschige Fahndung nach dem Rieder Bus ein. Doch vorerst vergebens, denn wider Erwarten war der Busfahrer bereits in Traun von der Autobahn abgefahren und hatte den Weg nach Ried auf der Bundesstraße fortgesetzt.

Risiko-Spiel in Ried droht

"Offenbar, um absichtlich einer Kontrolle zu entgehen", sagt Prager. Der Bus stand auf dem Messegelände. Die anwesenden Fans wurden kontrolliert. Doch auch dort wurden keine Verletzten angetroffen. Rivalitäten zwischen Riedern und Altachern gibt es laut Polizei erst seit Kürzerem. "Am 18. März kommt es zum Spiel gegen Altach in Ried. Für uns heißt es: gut aufpassen", sagt Prager. Die Zahl der gewaltbereiten Fans in Oberösterreich bewege sich im "niedrigen dreistelligen Bereich", schätzt Prager.

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Artikel 27. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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