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Oberösterreich

Rekordbesuch bei Wissenschaftsnacht

LINZ/HAGENBERG/STEYR. 37.600 Menschen besuchten in Oberösterreich die "Lange Nacht der Forschung".

Bei Borealis in Linz durften die Besucher einen Blick in die Reagenzgläser wagen. Bild: cityfoto.at

Obwohl Florian Steindl erst sechs Jahre alt ist, weiß er schon sehr genau, was er später einmal beruflich machen möchte. Alle Arten von Robotern haben es dem jungen Mann angetan. "Weil man nichts mehr selber machen muss, wenn man einen guten Roboter zu Hause hat", erklärt Florian seine Leidenschaft. Dann hat er plötzlich für den Journalisten keine Zeit mehr. Wenige Meter entfernt stellen Techniker des Softwareparkes Hagenberg einen spinnenähnlichen Roboter vor, der durch die Gänge krabbelt. Florian sprintet japsend auf das Gerät zu. Seine Mutter Andrea Steindl stampft lächelnd hinter ihrem technikbegeisterten Spross hinterher.

Die Lange Nacht der Forschung ist ein Großereignis. 37.600 Landsleute haben sie am Freitag besucht. So viele wie noch nie zuvor. Mehr als 100 Aussteller freuten sich über das große Interesse.

Der für Forschung zuständige Landeshauptmannstellvertreter Thomas Stelzer (VP) bemühte sich am Freitag, möglichst viele Standorte zu besuchen. In Hagenberg eröffnete er um 17 Uhr die Forschungsnacht. Danach besuchte er einige der Aussteller. Stelzer versuchte sich unter anderem als Gehirnchirurg. Mit einem minimal invasiven Eingriff galt es das Leben des virtuellen Patienten zu retten. Stelzer machte bei der Operation eine gute Figur. "Mit etwas Glück hätte ein echter Mensch den Eingriff sogar überlebt", witzelte der Techniker, der das Programm überwachte. Ein paar Meter weiter zeigten die Informatiker der Firma APPtimal auf, welche Möglichkeiten sehbehinderte Menschen haben, um im Internet Informationen abzurufen. Oder wie eine APP für blinde Menschen überhaupt funktionieren kann. Für Menschen mit Beeinträchtigungen können solche technische Hilfsmittel den Alltag erleichtern.

Im Science Park der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz zeigte sich Stelzer vor allem von den vorgestellten Produktionsmaschinen beeindruckt. Diese Maschinen arbeiten nahezu ohne menschliches Zutun. Sie stellen komplexe Plastikbauteile mit eingebauten elektronischen Komponenten am Fließband her. "In der Langen Nacht der Forschung steht die Wissenschaft dort, wo sie hingehört: im Mittelpunkt", sagt Stelzer.

Auch JKU-Rektor Meinhard Lukas war von der Forschungsnacht angetan: "Diese Veranstaltung macht Wissenschaft erlebbar. Es ist gut, wenn die Menschen sich informieren. Denn wer nichts weiß, muss alles glauben."

In Steyr besuchte Stelzer unter anderem das MAN-Werk. Dort tauchte er neuerlich in virtuelle Welten ab. Im sogenannten CAVE werden in einer virtuellen Realität komplexe Datensätze – wie Baupläne von Motoren – in einer 3D-Welt dargestellt. (hip)

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Artikel 25. April 2016 - 00:04 Uhr
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Lange Nacht der Forschung

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