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Oberösterreich

Rauchfrei? Melden Sie sich bei uns!

LINZ. Sie sind Wirt oder Wirtin und stellen Ihren Gastronomiebetrieb auf rauchfrei um oder haben kürzlich umgestellt? Schreiben Sie uns!

"Das Interesse an unserer Seite ist schlagartig gestiegen"

Mehr als 200 rauchfreie Lokale in Oberösterreich und über 2000 in ganz Österreich sind auf der Seite zu finden. Bild: dpa

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"Das Interesse an unserer Seite ist schlagartig gestiegen"

"Am liebsten wäre uns, wenn die Seite gar nicht nötig wäre und wir sie abdrehen könnten", sagt Martin Schlagnitweit. Dabei ist seine Website da.stinkts.net, die der Linzer gemeinsam mit drei Kollegen betreibt, gerade so erfolgreich wie nie: Sie listet rauchfreie Lokale in Österreich auf. Derzeit sind es mehr als 2000 im ganzen Land und über 200 in Oberösterreich.

Gegründet haben Schlagnitweit und die Brüder Bernhard und Josef Schenkenfelder aus Zwettl an der Rodl die Seite im Jahr 2010. Die drei kennen einander seit der Schulzeit, alle bezeichnen sich als "begeisterte Nichtraucher". "Auslöser war damals die neue Regelung, die die Trennung von Nichtraucher- und Raucherbereichen in der Gastronomie vorgeschrieben hat", sagt Schlagnitweit. "Wir wollten aber nicht die Raucherlokale an den Pranger stellen, sondern die rauchfreien hervorheben."

Das Prinzip ist einfach: Nutzer können Betriebe vorschlagen, das "dastinkts.net"-Team fragt bei jeder Nennung beim Unternehmen nach, ob es tatsächlich rauchfrei ist. "Mischlokale" werden nicht aufgenommen.

Zunächst erhielt die Website wenig Beachtung, von anfänglich 300 Lokalen wuchs die Liste binnen mehr als sechs Jahren lediglich auf 600 an. "Wir waren schon darauf eingestellt, die Seite demnächst abzuschalten, weil ab Mai 2018 eh alle Lokale rauchfrei sein sollten", sagt Schlagnitweit.

Video: Nichtraucherdebatte im Landtag

"Zeit ist reif für Rauchfreiheit"

Doch als die Regierung im Dezember 2017 ankündigte, die geplante Rauchfreiheit in der Gastronomie wieder zu kippen, ging es plötzlich rund: "Mitte Jänner haben wir die Tausender-Marke geknackt, jetzt sind es mehr als 2000", sagt der 35-Jährige. Aufgrund des Zulaufs und des damit verbundenen höheren Arbeitsaufwandes wurde mit dem Grazer Bernhard Stelzl ein zusätzlicher Helfer geholt. Geld verdienen die Betreiber nicht mit dem Projekt: "Wir machen das aus ideellen Gründen."

Die Entscheidung der Regierung, das Rauchen in Lokalen weiterhin zu gestatten, hält Schlagnitweit für "völlig unverständlich". Man sehe in Nachbarländern wie Italien, dass rauchfreie Gastronomie möglich sei, auch in Österreich sei die Zeit reif dafür. Erfreulich findet er den Ansturm auf das Nichtrauchervolksbegehren. Ehrensache, dass er es selbst schon unterschrieben hat. (wal)

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Artikel 02. März 2018 - 00:04 Uhr
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