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Oberösterreich

Privatsphäre, der wahre Luxus für Robbie Williams

FELDKIRCHEN/DONAU. Sieben Kopfpolster, frischer Ingwer, Vollmond-Wasser – was Superstars am Schloss Mühldorf in Feldkirchen lieben.

Privatsphäre, der wahre Luxus für Robbie Williams

Die Hoteliers Christina (39) und Johannes Würmer (44) hat auch die Robbie-Mania erwischt. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Das Ehepaar Christina und Johannes Würmer begrüßte im Schloss Mühldorf schon Stars wie Phil Collins, Nena, Christiane Hörbiger, selbst Fußballmannschaften nächtigten schon hier. Der fünftägige Aufenthalt des britischen Popstars Robbie Williams war aber "mit Abstand das Highlight" für die Hoteliers. Das Schloss war für den 41-Jährigen, seinen Hund Spencer, seinen Vater Pete Coneway (66), die Band und die Bodyguards zu einer Festung umgewandelt worden.

 

OÖN: Welche Vorbereitungen sind für einen Superstar wie Robbie Williams notwendig?

Johannes Würmer: Der Aufwand ist mit einer normalen Buchung nicht zu vergleichen. Man muss sich vorstellen, dass ein Megastar wie Robbie Williams auf so einer Tour die meiste Zeit in Hotels verbringt, und zwar in den besten der Welt. In Moskau haben sie im Hyatt Park geschlafen. Dort kostet die Suite 6000 Euro die Nacht, im Vergleich war die Imperial Suite bei uns mit 352 Euro das reinste Schnäppchen. Während dieser Zeit leben sie wie in einem goldenen Käfig. Das Feinste vom Feinen, allerdings mit großen Einschränkungen. In der Regel verlassen sie die Hotelzimmer kaum, da überall Paparazzi und Fans warten. Dementsprechend muss bis auf das letzte Detail alles vorbereitet sein, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Wie viele Angestellte haben sich um sein Wohl gekümmert?

Wir hatten 24 Stunden Bereitschaftsdienst. Insgesamt hat sich unser Team mit 20 Leuten um ihn gekümmert, zusätzlich noch seine eigenen vier Leibwächter, über die alles abgewickelt wurde. Roomservice als Beispiel wurde immer zuerst von einem Bodyguard gecheckt und auch entgegengenommen.

Robbie Williams ist vier Nächte und damit länger bei Ihnen geblieben als üblich. Warum?

Linz war das Ende der Europatournee. Die Tips-Arena fasst nur 10.000 Besucher, für einen Superstar seines Formats natürlich viel zu klein. Daher wurden gleich zwei Konzerttage eingeplant. Am Sonntag war eine Dankesfeier für seine Crew, Montag hatte das Team zur freien Verfügung. Ich habe den drei Schwedinnen von Baskery persönlich eine Reitstunde gegeben… Eines der vielen Highlights.

Hatte Robbie Williams auch Sonderwünsche?

Jede Menge... Wir haben ihm direkt an die Suite angrenzend ein Fitnessstudio eingebaut. Die Geräte dazu hat uns das Happy Fit in Walding zur Verfügung gestellt. Danke an die Mitglieder, die sich bestimmt gewundert haben, wo die Sachen hingekommen sind. Leider durften wir im Voraus nicht erzählen, für wen… Jetzt bin ich mir aber sicher, dass das Laufband von Robbie Williams im Studio nicht mehr stillstehen wird. Also hat er auch was zu unserer Gesundheit beigetragen. Coke Zero trank er in rauen Mengen, darüber hinaus wollte er Wasser, Blueberries, Smoothie Maker und eine Espresso-Maschine. Die Matratze im Doppelbett musste einteilig sein, und er wollte täglich sieben Kopfpolster, ebenso Highspeed-WLAN, und er liebt Wiener Schnitzel.

Wie war Ihr persönliches Zusammentreffen mit ihm?

Er ist eine echte Erscheinung, ein besonderer Typ. Allerdings ist er ständig von seinen vier Bodyguards hermetisch abgeschirmt. Daher hat sich ein wirkliches Gespräch mit ihm leider nicht ergeben. Dafür aber mit seinem Vater, der megastolz auf seinen Sohn ist und vielleicht schon bald als Patient in die Zahnarztpraxis im Schloss zurückkommt. Einer seiner Bodyguards möchte vielleicht bei uns ein Fest veranstalten – also irgendwie werden wir zumindest indirekt in Kontakt mit ihm bleiben.

Wie hat es Robbie Williams bei Ihnen im Schloss gefallen?

Das Feedback war unglaublich! Laut Aussage seines Vaters waren wir das beste Hotel auf der gesamten Tour. Er hat gemeint, wenn sie gewusst hätten, wie toll es bei uns ist, hätten sie uns als Basis für die gesamte Tour gebucht. Vielleicht das nächste Mal… Nicht, dass wir mit der Ausstattung eines Fünf-Sterne-Luxushotels mithalten könnten – hier geht es um andere Werte, und da waren wir unschlagbar. Unsere Imperial Suite hat direkten Zugang zu einem 5000-Quadratmeter-Garten mit Schwimmteich, das Ganze ist mit einer Schlossmauer umgeben und daher auch nicht einsichtig. Das Wetter war perfekt, und wir haben das Areal für ihn komplett abgesperrt. So viel frische Luft und so viel Bewegungsfreiheit hat er die gesamten letzten zwei Monate nicht gehabt. Dementsprechend war auch das Feedback – echt Wahnsinn.

Gibt es auch Anekdoten zu seinem fast ebenso berühmten Hund Spencer?

Auch sein Hund hatte seine Freude mit dem großzügigen Schlossareal. Sein Ausgangsradius war noch wesentlich größer als der von seinem Herrchen. Er hat sich völlig frei bewegt, hat unsere Katze gejagt, uns im Restaurant besucht, und sogar in die angrenzende Zahnarztpraxis kam er reinspaziert und begrüßte alle aufs Allerfreundlichste.

Sie haben schon viele Prominente begrüßt. Was waren die ausgefallensten Wünsche?

Die Wunschliste ist unendlich und geht von frischem Ingwer für Phil Collins bis zu einer mobilen Klimaanlage für den Trainer vom SSC Napoli, bei Vollmond abgefülltes Wasser für Nena und vieles mehr.

Welche Berühmtheit nächtigt als Nächstes bei Ihnen?

Das verraten wir natürlich nicht. Bei uns wird aber jeder Gast wie ein Star behandelt. Wir leben nicht von den Prominenten, sondern in erster Linie von ganz normalen Gästen, die gerne in einer Schlossatmosphäre schlafen, gerne gut essen und trinken, genau eben wie du und ich.

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Artikel Manuela Kaltenreiner 24. April 2015 - 00:04 Uhr
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