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Oberösterreich

Pendler über Linz verärgert: "Wir werden Druck aufbauen"

LINZ. Verärgert sind die Vertreter der Mühlviertler Pendlerallianz über den Beschluss des Linzer Gemeinderates, voraussichtlich im August Parkgebühren auf dem Urfahranermarkt-Gelände einzuführen.

Pendler über Linz verärgert: "Wir werden Druck aufbauen"

"Diese Parkgebühren sind ungerecht und unsozial. Das ist eine reine Geldbeschaffungsaktion." - Michael Hammer, Mühlviertler Pendlerallianz Bild: VOLKER WEIHBOLD

Am Donnerstag war diese Maßnahme, wie berichtet, mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Neos beschlossen worden.

"Diese Parkgebühren sind ungerecht und unsozial", wetterte gestern Michael Hammer, VP-Nationalratmandatar und Sprecher der Pendler-Initiative, gegen die Entscheidung, die im dritten Anlauf nun Wirklichkeit geworden ist. Zuletzt war 2014 ein Vorstoß der Linzer SPÖ politisch nicht mehrheitsfähig gewesen.

"Dialog wird verweigert"

Die "reine Geldbeschaffungsaktion" und die "beharrliche Verweigerung jeden Dialogs" von Landesrat Günther Steinkellner (FP), Bürgermeister Klaus Luger (SP) und Stadtrat Markus Hein (FP) mit den Vertretern von 45.000 Pendlern aus dem Mühlviertel sind Hammers Hauptkritikpunkte.

Ohne alternativ Park & Ride-Anlagen an den Stadtgrenzen von Linz mit Umsteigemöglichkeiten in ein gutes öffentliches Verkehrsnetz anbieten zu können, sei es "gemein, Leute, die auf das Auto angewiesen sind, zur Kasse zu bitten".

Oberneukirchens Bürgermeister Josef Rathgeb (VP) wurde sogar noch deutlicher: "Diese Husch-Pfusch-Aktion ist ein Anschlag auf tausende Menschen", sagte er. Das sei so nicht hinnehmbar.

Die demokratische Entscheidung müsse man zwar akzeptieren, doch werde es zum Schulterschluss aller Bürgermeister des Mühlviertels kommen, so die Ankündigung. Die Forderung ist klar: Es müsse zu einem Dialog mit den Pendlern kommen. Und es brauche endlich ein Verkehrskonzept, auf das alle schon seit langem warten würden. "Der Druck wird aufgebaut", sagte Hammer, ohne konkreter werden zu wollen.

Keine Blockadeaktionen

Blockadeaktionen, die auch schon einmal in der hitzigen Diskussion der vergangenen Monate im Raum standen, werde es nicht geben, hieß es. Von Sperren an den Einfahrtsrouten wären erst recht wieder die Pendler aus dem Mühlviertler betroffen. Aber: "Wir werden uns im August auf das Marktgelände stellen und die Menschen interviewen, die von der Parkgebühr von drei Euro pro Tag besonders betroffen sind, weil sie wenig verdienen, aber das Auto brauchen", kündigte Hammer an.

Es bestehe jedenfalls Handlungsbedarf, so der Pendler-Sprecher. Um den Knoten der ewigen Diskussionen um Projekte zu lösen, müsse das Land seiner wichtigen Rolle der Koordination nachkommen. (rgr)

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Artikel 20. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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