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Oberösterreich

Pendeln nach Linz: Am Montagmorgen ist der Stau im Schnitt am heftigsten

LINZ. Wer zu den Stoßzeiten unterwegs ist, hat an einzelnen Tagen eine um 48 Prozent längere Fahrtzeit – im Schnitt. Auf besonders stauträchtigen Strecken ist die Verzögerung noch größer.

Und täglich grüßt das Stau-Chaos in Linz.    Bild: Weihbold

Den jüngsten Aufreger lieferte die Parkgebühr, die die Stadt Linz ab Sommer auf ihrem größten Pendlerparkplatz – dem Urfahraner Jahrmarktgelände – einheben will.

Dutzende OÖNachrichten-Leser machten ihrem Unmut darüber in Leserbriefen Luft, andere wiederum halten die Aufregung über eine Parkgebühr von drei Euro pro Tag für überzogen (einen Teil der Leserbriefe finden Sie auf Seite 23).

Doch Parken ist bei weitem nicht das einzige Problem, das sich Pendlern auf dem Weg in die Arbeit nach Linz stellt.

Nach wie vor eine Qual ist der tägliche Stau in den Morgen- und Abendstunden. Und der ist – wie eine Analyse des niederländischen Navi-Herstellers TomTom zeigt – im Großraum Linz am Montagmorgen am heftigsten. Im Schnitt müssen Pendler am Montag zwischen 7 und 8 Uhr mit einer um 48 Prozent längeren Anfahrtszeit rechnen.

Dabei kann ab heute eine neue App helfen: LisiGo, die Verkehrs- und Stau-App der OÖNachrichten, wurde heute vorgestellt.

Die Montagmorgen-Spitze

Das heißt: Statt einer halben Stunde Fahrtzeit (ohne Stau) fährt man am Montagmorgen rund 45 Minuten. Im Schnitt. Auf besonders von Stau beeinträchtigten Strecken wie der B127 vom oberen Mühlviertel nach Linz ist die Verzögerung deutlich höher. Im Lauf der Woche nimmt die Verzögerung am Morgen von Tag zu Tag ab.

Beim Heimreiseverkehr verteilt sich die Belastung gleichmäßiger – Verzögerungen zwischen 43 und 48 Prozent der Fahrtzeit bilden von Montag bis Donnerstag zwischen 16 und 18 Uhr die Abendspitzen. Etwas weniger belastet ist laut Daten von TomTom der Freitag.

93 Stunden pro Jahr im Stau

Im Schnitt standen Autofahrer in Linz laut TomTom 2016 24 Minuten pro Tag bzw. 93 Stunden im Jahr im Stau. Das ist eine Steigerung von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Österreichweit liegt Linz hinter Wien (115 Stunden), Salzburg (112 Stunden) und Graz (103 Stunden) an vierter Stelle.

Abhilfe in Form besserer Infrastruktur wird es so schnell nicht geben: Nach wie vor offen ist, ob nach jahrzehntelangen Verzögerungen mit dem Bau der Westring-Donaubrücke nun tatsächlich, wie zuletzt avisiert, Anfang 2018 begonnen wird. Und auch der Ersatz für die im Vorjahr abgerissene Linzer Eisenbahnbrücke wird frühestens Mitte 2020 fertig.

Kurzfristig lasse sich die Lage vor allem durch Änderungen im individuellen Verkehrsverhalten verbessern, betonen Experten wie Oberösterreichs ÖAMTC-Chef Josef Thurnhofer.

Fahrten außerhalb der Spitzen

Dazu zählen der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr (wenn möglich), das Bilden von Fahrgemeinschaften oder auch die An- und Heimreise außerhalb der besonders belasteten Verkehrsspitzen (sofern das mit dem Arbeitgeber vereinbar ist). (mst)

 

Reisezeit nach und von Linz (PDF):



PDF Datei (926.54 KBytes.)

 

 

Pendlerprobleme: Diskutieren Sie mit auf nachrichten.at

Mehr als 100.000 Menschen pendeln täglich von außerhalb der Stadt zur Arbeit nach Linz. Sie sind morgens und abends mit Verkehrsverzögerungen konfrontiert.

Die OÖNachrichten wollen Stimme für die vom Stau Betroffenen sein: Was sagen Sie zur Verkehrsproblematik in Linz? Wo sehen Sie Änderungsbedarf? Wie glauben Sie, dass sich die Situation auf verbessern lassen könnte? Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften, die Sie wie auch Ihre Bilder aus dem Stau und Ihre Meinung an die E-Mail-Adresse pendler@nachrichten.at richten können.

Wichtig ist den OÖNachrichten, nicht nur einen Diskussionsprozess in Gang zu setzen, sondern auch für die im Stau stehenden Autofahrer, wie auch für die entlang der stark frequentierten Strecken Wohnenden, Verbesserungen zu erreichen.

Einen Schwerpunkt zum Thema Verkehr samt Leserbeiträgen finden Sie auf nachrichten.at/pendler

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Artikel 13. März 2017 - 00:05 Uhr
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