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Oberösterreich

Paula Wintereder: „Ich will ein Sprachrohr für Frauen sein“

Paula Wintereder ist neue Chefin der Katholischen Frauenbewegung.

Paula Wintereder

Paula Wintereder Bild: Violetta Wakolbinger/Diözese

Voller Ambitionen startet Paula Wintereder in ihr neues Amt. Die 57-Jährige wurde am Samstag zur neuen Chefin der Katholischen Frauenbewegung gewählt und leitet nun die mit 46.000 Mitgliedern größte Frauenorganisation im Bundesland. Sie folgt auf Erika Kirchweger, die nicht mehr antrat. „Ich möchte ein Sprachrohr für Frauen sein“, gibt sich die Hausruckviertlerin durchaus kämpferisch. Sie sei zwar sehr begeistert von ihrer Kirche: „Aber als Frau leide ich auch an ihr.“ Doch resignieren ist ihre Sache nicht: „Das ermutigt mich, mich einzubringen und Dinge mutig anzusprechen. Ich will, dass Frauen und die vielfältige Arbeit, die sie in Gesellschaft und Kirche leisten, gesehen und gewürdigt werden.“ Sie wünscht sich nicht nur, dass Frauen bald zu Diakoninnen geweiht werden: „Ich hoffe, dass es irgendwann Priesterinnen gibt – auch wenn es wohl noch lange dauern wird.“

Auch beruflich arbeitet Wintereder oft und gerne mit Frauen. Sie leitete etliche Kurse für die Frauenbewegung. Hauptberuflich ist sie als Ehe-, Familien- und Lebensberaterin tätig: „Damit habe ich endlich meinen beruflichen Platz gefunden.“ Sie begleitet etwa Klienten durch Depressionen oder Paare durch Krisen: „Beziehung braucht immer wieder Nahrung, damit sie sich entwickeln kann.“

Auch ihre berufliche Karriere entwickelte sich bunt: Die in Pabneukirchen im Mühlviertel Aufgewachsene begann als Familienhelferin, arbeitete als Pastoralassistentin in Hartkirchen, bevor sie sich zur Religionslehrerin ausbilden ließ und in Natternbach und Neukirchen am Walde unterrichtete. In Neukirchen fand sie mit ihrem Mann Martin und den vier Kindern Samuel (27), Miriam (25), Sara (23) und Tamara (22) ihre Heimat. Dort steht ihr Haus samt großem Blumen- und Gemüsegarten. Den Garten bebaut sie mit ihrem Mann mit viel Liebe und großer Leidenschaft. „Das Gärtnern ist ein guter Ausgleich zum Beruf. Ich habe oft mit Menschen zu tun. Im Garten finde ich beim Wühlen in der Erde oder beim Ernten Ruhe.“

 

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Artikel Herbert Schorn 12. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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