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Oberösterreich

Parkplatznot: "Es gibt kein Allheilmittel"

LINZ. Nach Aus für Urfahrmarkt-Parken sollen mehrere kleinere Maßnahmen Abhilfe schaffen.

Parkplatznot: "Es gibt kein Allheilmittel"

Aus für Urfahrmarkt-Parken Bild: Weihbold

Die Landeshauptstadt hat ihren größten Pendler-Parkplatz verloren. Die 1200 Stellplätze auf dem Urfahraner Jahrmarktgelände werden den Linzern und Pendlern (wie berichtet) in drei Wochen nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Empörung bei den Pendlervertretern ist groß. Sie fordern einen raschen Ersatz.

"Ein Allheilmittel für die Parkplatznot in Linz gibt es nicht", sagt der Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) im OÖN-Gespräch. Eine vergleichbar große Ersatzfläche für den Parkplatz in Urfahr "ist in Linz schlicht und einfach nicht vorhanden", sagt Hein. Stattdessen soll eine Vielzahl kleiner Maßnahmen die Parkplatznot der Pendler lindern. Hein möchte die Linzer Umlandgemeinden stärker als bisher in die Pflicht nehmen. "Bisher haben sie sich immer auf Linz verlassen. Jetzt werden auch sie etwas beitragen müssen, um Lösungen zu finden", sagt Hein.

Park-and-ride soll helfen

Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) forderte von Hein, Ersatzparkflächen zur Verfügung zu stellen und durch einen vermehrten Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln eine Entlastung für die Pendler zu schaffen. Einig sind sich FPÖ und ÖVP aber offenbar darin, dass vor allem Park-and-ride-Anlagen diese Entlastung bringen können.

Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) möchte diese "Verknüpfungsstellen zwischen öffentlichem und Individualverkehr" stärker ausbauen. Seit 2012 seien bereits 4,3 Millionen Euro in 700 Parkplätze in Attnang-Puchheim, Andorf, Marchtrenk, Vöcklabruck, Perg und Roßleithen investiert worden, sagt Steinkellner.

Bis zum Jahr 2020 sollen in Rohr-Bad Hall, Enns und Garsten nochmals 400 weitere Stellplätze für die Pendler hinzukommen.

Auch entlang der Mühlkreis- und Summerauerbahn wurde ein neues Park-and-ride-Konzept erarbeitet. "Derzeit verhandeln wir mit den Gemeinden und den ÖBB über die Umsetzung." In Ottensheim, St. Georgen, Walding, Rottenegg, Pregarten und Gaisbach-Wartberg sollen neue Park-and-Ride-Plätze entstehen. Noch im Herbst soll feststehen, in welchen Gemeinden tatsächlich neue Anlagen errichtet werden, kündigt Steinkellner an.

Parkplätze bei Bushaltestellen

Stadtrat Hein möchte mit Miniparkplätzen bei Bushaltestellen die Parkplatz-Situation in Linz entschärfen: "Wenn es bei jeder Haltestelle im Umland fünf bis zehn Parkplätze und einige Fahrradplätze gebe, wäre das für viele ein Anreiz, auf den öffentlichen Verkehr umzu- steigen."

Eine ähnliche Wirkung erhofft er sich auch von der Sperre des Urfahr-Parkplatzes: "Ich bin überzeugt, dass einige Pendler, die bisher dort geparkt haben, nun auf den öffentlichen Verkehr umsteigen werden." (hip)

 

Hoteldirektorin bietet Parkplätze an

Einen kleinen Beitrag, um das Leid der Pendler zu lindern, möchte auch Christine Leitner, Direktorin des Hotels Harry’s Home in Linz, leisten. Sie bietet an, zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember drei Parkplätze des Hotels Pendlern kostenfrei zur Verfügung zu stellen. „Mir ist bewusst, das ist nur eine kleine Geste, aber vielleicht finden sich weitere Unternehmen, die dasselbe machen“, sagt sie.
Pendler, die auf der Suche nach einem Parkplatz sind, sollen in einer kurzen E-Mail an Christine.Leitner@harrys-home.com begründen, warum gerade sie den Parkplatz besonders dringend brauchen.

 

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Artikel 09. September 2017 - 00:04 Uhr
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