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Oberösterreich

Neue Radonrisikokarte: 165 Gemeinden in Oberösterreich sind betroffen

LINZ. Das Land Oberösterreich verstärkt den Radonschutz. Die Zahl der oberösterreichischen Gemeinden mit erhöhtem Radonrisiko ist in den vergangenen neun Jahren deutlich gestiegen.

Neue Radonrisikokarte: 165 Gemeinden in Oberösterreich sind betroffen

Die Radonrisikogebiete Bild: Land OÖ

Waren 2004 noch 98 Gemeinden betroffen, so sind es jetzt 165. Grund für die Zunahme seien zum einen verbesserte Verfahren und zum anderen verdichtete Messungen, sagt Heribert Kaineder von der Umweltschutz-Abteilung des Landes: „Sensibel ist es vor allem dort, wo die Wohnräume erdgebunden sind.“ Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte seinen Wohnbereich auf Dichtheit überprüfen lassen, so der Ratschlag des Experten. Denn Radon ist geruch- und geschmacklos (siehe Faktenkasten), seine Zerfallsprodukte sind neben dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs, bei Nicht-Rauchern sogar die häufigste.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grünen) warnt angesichts der Steigerung der betroffenen Gemeinden davor, „Panik zu verbreiten“, vielmehr wolle man aufklären, wie man sich schützen könne. „Die Gemeinden erhalten die neue Radonkarte samt Broschüren und relevante Informationen zugesandt“, so Anschober. In der Broschüre können Haus- und Wohnungsbesitzer um eine Messung ansuchen. Diese wird vom Land durchgeführt und ist kostenlos. „Beträgt der gemessene Wert mehr als 1000 Bq/Kubikmeter, wird die Eintrittsstelle im Haus gesucht“, so Kaineder. Meist sei die Bodenplatte undicht. Das Land zahlt 22 Prozent der Sanierungskosten, maximal 1454 Euro pro Wohneinheit.

Der Schwerpunkt im Radonschutz soll, laut Landesrat Anschober, künftig bei den Neubauten liegen. Bauvorhaben mit ständig erdberührenden Wohn- oder Schlafräumen werden mit 364 Euro gefördert. Auch die Bausachverständigen in den betroffenen Gemeinden sollen Bauherren gezielt informieren. (rofi)

Information: Detaillierte Infos über Risikogebiete, Radonmessungen und -schutz auf www.land-oberoesterreich.gv.at/thema/radon.

 

Edelgas

Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das überall in unterschiedlicher Intensität vorkommt. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Radon ist ein Zerfallsprodukt des in Böden und Gesteinen vorkommenden radioaktiven Schwermetalls Uran. Es kann aus Böden und Steinen entweichen, sich über Bodenluft ausbreiten und so über die Raumluft von Gebäuden und über die Atmung in die Lunge gelangen.

von marchei (2193) · 21.03.2013 11:54 Uhr
Panikmache!

Radon wird z.b im Gasteinertal bei der Therapie angewendet.
Es zerfällt nach ca 30 minuten und ist dann nicht mehr nachweisbar!

(2)
von Traunsee-Fexe (1902) · 21.03.2013 22:52 Uhr
Da sollte man mehr wissen davon

Vor sprudelbädern wird gewarnt - wegen des einatmens;

„panikmache “ ist keine dabi in linz

(0)
von haspe1 (11303) · 21.03.2013 14:28 Uhr
@marchei: Dein Argument sticht aber nicht, weil

das Radon ja in den Wohnungen ständig neu reinströmt.

Es ist etwas anderes, ob man jahrzehntelang einer bestimmten radioaktiven Belastung ausgesetzt ist oder ob man 30 min in einem Stollen verbringt (was Krebs betrifft)

(1)

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Artikel OÖN 21. März 2013 - 00:04 Uhr
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