Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 3. September 2015, 10:50 Uhr

Linz: 17°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 3. September 2015, 10:50 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Neue Radonrisikokarte: 165 Gemeinden in Oberösterreich sind betroffen

LINZ. Das Land Oberösterreich verstärkt den Radonschutz. Die Zahl der oberösterreichischen Gemeinden mit erhöhtem Radonrisiko ist in den vergangenen neun Jahren deutlich gestiegen.

Neue Radonrisikokarte: 165 Gemeinden in Oberösterreich sind betroffen

Die Radonrisikogebiete Bild: Land OÖ

Waren 2004 noch 98 Gemeinden betroffen, so sind es jetzt 165. Grund für die Zunahme seien zum einen verbesserte Verfahren und zum anderen verdichtete Messungen, sagt Heribert Kaineder von der Umweltschutz-Abteilung des Landes: „Sensibel ist es vor allem dort, wo die Wohnräume erdgebunden sind.“ Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte seinen Wohnbereich auf Dichtheit überprüfen lassen, so der Ratschlag des Experten. Denn Radon ist geruch- und geschmacklos (siehe Faktenkasten), seine Zerfallsprodukte sind neben dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs, bei Nicht-Rauchern sogar die häufigste.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grünen) warnt angesichts der Steigerung der betroffenen Gemeinden davor, „Panik zu verbreiten“, vielmehr wolle man aufklären, wie man sich schützen könne. „Die Gemeinden erhalten die neue Radonkarte samt Broschüren und relevante Informationen zugesandt“, so Anschober. In der Broschüre können Haus- und Wohnungsbesitzer um eine Messung ansuchen. Diese wird vom Land durchgeführt und ist kostenlos. „Beträgt der gemessene Wert mehr als 1000 Bq/Kubikmeter, wird die Eintrittsstelle im Haus gesucht“, so Kaineder. Meist sei die Bodenplatte undicht. Das Land zahlt 22 Prozent der Sanierungskosten, maximal 1454 Euro pro Wohneinheit.

Der Schwerpunkt im Radonschutz soll, laut Landesrat Anschober, künftig bei den Neubauten liegen. Bauvorhaben mit ständig erdberührenden Wohn- oder Schlafräumen werden mit 364 Euro gefördert. Auch die Bausachverständigen in den betroffenen Gemeinden sollen Bauherren gezielt informieren. (rofi)

Information: Detaillierte Infos über Risikogebiete, Radonmessungen und -schutz auf www.land-oberoesterreich.gv.at/thema/radon.

 

Edelgas

Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das überall in unterschiedlicher Intensität vorkommt. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Radon ist ein Zerfallsprodukt des in Böden und Gesteinen vorkommenden radioaktiven Schwermetalls Uran. Es kann aus Böden und Steinen entweichen, sich über Bodenluft ausbreiten und so über die Raumluft von Gebäuden und über die Atmung in die Lunge gelangen.

Kommentare anzeigen »
Artikel OÖN 21. März 2013 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Autofahrerin mit Pfefferspray bedroht und beraubt

LINZ. Eine Unbekannte bedrohte am Mittwoch eine Frau in ihrem Auto in Linz mit einem Pfefferspray und ...

Verkehrskontrolle: Fahrer hatte geladene CO²-Pistole

STEYR. Bei einer Verkehrskontrolle nahmen Polizisten in Steyr einem 20-jährigen Autofahrer in der ...

Gastgartenwahl: Mehr als Essen unter Bäumen und Schirmen

OBERÖSTERREICH. Ganz besonders gut meinte es der Wettergott mit den drei Juroren, als diese durch das Land ...

Kirche und Flüchtlinge: Bemüht, aber "Luft nach oben"

LINZ. Zahlreiche Initiativen von Stiften, Klöstern, Pfarren – Diözese will Anstrengung verstärken.

Neubau von Pflegezentrum

GMUNDEN / LINZ. Das Landespflege- und Betreuungszentrum (LPBZ) zieht aus dem Gmundner Schloss Cumberland aus.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!