Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 24. August 2016, 06:46 Uhr

Linz: 15°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 24. August 2016, 06:46 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Neue Radonrisikokarte: 165 Gemeinden in Oberösterreich sind betroffen

LINZ. Das Land Oberösterreich verstärkt den Radonschutz. Die Zahl der oberösterreichischen Gemeinden mit erhöhtem Radonrisiko ist in den vergangenen neun Jahren deutlich gestiegen.

Neue Radonrisikokarte: 165 Gemeinden in Oberösterreich sind betroffen

Die Radonrisikogebiete Bild: Land OÖ

Waren 2004 noch 98 Gemeinden betroffen, so sind es jetzt 165. Grund für die Zunahme seien zum einen verbesserte Verfahren und zum anderen verdichtete Messungen, sagt Heribert Kaineder von der Umweltschutz-Abteilung des Landes: „Sensibel ist es vor allem dort, wo die Wohnräume erdgebunden sind.“ Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte seinen Wohnbereich auf Dichtheit überprüfen lassen, so der Ratschlag des Experten. Denn Radon ist geruch- und geschmacklos (siehe Faktenkasten), seine Zerfallsprodukte sind neben dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs, bei Nicht-Rauchern sogar die häufigste.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grünen) warnt angesichts der Steigerung der betroffenen Gemeinden davor, „Panik zu verbreiten“, vielmehr wolle man aufklären, wie man sich schützen könne. „Die Gemeinden erhalten die neue Radonkarte samt Broschüren und relevante Informationen zugesandt“, so Anschober. In der Broschüre können Haus- und Wohnungsbesitzer um eine Messung ansuchen. Diese wird vom Land durchgeführt und ist kostenlos. „Beträgt der gemessene Wert mehr als 1000 Bq/Kubikmeter, wird die Eintrittsstelle im Haus gesucht“, so Kaineder. Meist sei die Bodenplatte undicht. Das Land zahlt 22 Prozent der Sanierungskosten, maximal 1454 Euro pro Wohneinheit.

Der Schwerpunkt im Radonschutz soll, laut Landesrat Anschober, künftig bei den Neubauten liegen. Bauvorhaben mit ständig erdberührenden Wohn- oder Schlafräumen werden mit 364 Euro gefördert. Auch die Bausachverständigen in den betroffenen Gemeinden sollen Bauherren gezielt informieren. (rofi)

Information: Detaillierte Infos über Risikogebiete, Radonmessungen und -schutz auf www.land-oberoesterreich.gv.at/thema/radon.

 

Edelgas

Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das überall in unterschiedlicher Intensität vorkommt. Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Radon ist ein Zerfallsprodukt des in Böden und Gesteinen vorkommenden radioaktiven Schwermetalls Uran. Es kann aus Böden und Steinen entweichen, sich über Bodenluft ausbreiten und so über die Raumluft von Gebäuden und über die Atmung in die Lunge gelangen.

Kommentare anzeigen »
Artikel OÖN 21. März 2013 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Winzig, billig, stark: Linzer Forscher dringt in neue Batterien-Dimension vor

LINZ, GRAZ. Innovation mit breitem Einsatzspektrum, von Handys bis zu Autos und Flugzeugen.

Temperaturen bis 32 Grad: Hoch "Gerd" ist gekommen, um zu bleiben

LINZ. Lange Zeit hat sich der Sommer in diesem Jahr eine Verschnaufpause gegönnt.

Unfall auf Erlebnishof: Neun Kinder verletzt

STEINERKIRCHEN AN DER TRAUN. Eine Holzbühne stürzte um, als sich Kinder für ein Foto aufstellten.

Arzt und Roboter heilten Bankdirektor

LINZ. Eine österreichweit einzigartige OP-Methode verspricht schonende Eingriffe im Rachenbereich.

Anklage nach tödlichem Unfall

KALLHAM. Wegen grob fahrlässiger Tötung eines 29-jährigen Rennradlers muss sich ein 35-jähriger ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!