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Oberösterreich

Nationalpark sucht neuen Direktor

MOLLN. Erich Mayrhofer geht Ende 2017 in Pension, Bewerbungsfrist für Nachfolge läuft bis 22. Mai.

Nationalpark sucht neuen Direktor

Gründungsdirektor Erich Mayrhofer prägte den Nationalpark Bild: (dmf)

Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer beorderte einst seinen Büroleiter als Krisenfeuerwehrmann an einen Brandplatz: Als Projektleiter und späterer Direktor des Nationalparks Kalkalpen musste Erich Mayrhofer erst bei den Grundbesitzern die Gemüter abkühlen, das Verständnis für die Wildnis wecken und die Verträge für die Schutzzonen unter Dach und Fach bringen.

Mit Jahreswechsel geht Mayrhofer (63), der den Nationalpark seit der Gründung geprägt hat, in Pension. Der Nachfolger wird in einem Hearing bestimmt. Heute beginnt die Ausschreibungsfrist für Bewerber. Die Frist für die Kandidaten läuft bis 22. Mai.

Der Job des obersten Parkrangers in den Kalkalpen hat nicht zuletzt durch Mayrhofers Aufbauarbeit hohes Ansehen und ist begehrt. "Es wird Dutzende Bewerber geben", sagt der Obmann des Regionalforums, Landtagsabgeordneter Christian Dörfel (VP) aus Steinbach an der Steyr.

"Dann beteilige ich mich"

Grundsätzliches Interesse hat auch Mayrhofers rechte Hand, der Marketingleiter des Nationalparks Kalkalpen, Franz Sieghartsleitner: "Ich bin Jurist. Ich kenne die Ausschreibung und die Kriterien noch nicht. Wenn ich dem Anforderungsprofil entspreche, beteilige ich mich."

Allgemein werden einem Allrounder, der Marketingfähigkeiten und Organisationstalent besitzt, bessere Chancen vorhergesagt als einem auf sein Fach beschränkten Wildbiologen. Unter einem Akademiker wird es nicht gehen – Mayrhofer ist studierter Geograph und Meteorologe.

Die Personalentscheidung, bei der Naturschutzlandesrat und Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner (FP) ein gewichtiges Wort mitredet, soll im Herbst fallen. Dem "Neuen" soll die Möglichkeit gegeben werden, sich drei Monate lang an der Seite des Vorgängers einzuarbeiten.

Mayrhofers letztes Arbeitsjahr ist alles andere als Gleitzeit in den Ruhestand. Heuer feiert der Nationalpark Kalkalpen sein 20-jähriges Bestandsfest. Und Mayrhofer will noch in seiner Aktivzeit die Gebietserweiterung des Nationalparks erleben. Dafür bedarf es wieder Überzeugungsarbeit – auch beim "eigenen" Landesrat Manfred Haimbuchner, der mit dem Projekt noch gezögert hat.

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Artikel Hannes Fehringer 21. April 2017 - 00:04 Uhr
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