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Oberösterreich

Museumsgestalter aus Leidenschaft

Hartwig Speta setzte in monatelanger Arbeit die Idee eines Freundes um.

Hartwig Speta, pensionierter Unternehmer aus Wels und Gestalter des Evolutionsmuseums in Schmiding Bild: Josef Fischer

Hartwig, wenn du mir hilfst, baue ich noch ein Museum.“ Mit dieser Ankündigung überraschte der pensionierte Primar Wolfgang Artmann vor etwa zwei Jahren seinen Freund Hartwig Speta (75). Dessen Zustimmung markierte den Startschuss für die Errichtung des spektakulär gestalteten Evolutionsmuseums in Schmiding (siehe Bericht zur Eröffnung).

Von da an ging alles ganz schnell. Ein mehrstöckiges Gebäude wurde hochgezogen. Die Privatsammlung des ehemaligen Leiters des Welser Krankenhauses kam wieder vor den Vorhang. „Ich habe jedes der rund 1000 Exponate mindestens fünfmal in den Händen gehalten“, rühmt sich Speta.

Der Welser Messestand-Bauer ist kein klassischer Museumsgestalter. Als gelernter Dekorateur weiß er aber, wie man Exponate ins rechte Licht rückt und sie zueinander in Verbindung stellt. Mit Artmann verbindet ihn eine 30 Jahre dauernde Freundschaft. Damals eröffnete der Gründer des Zoos Schmiding das Museum der Begegnung. Es war der Vorläufer des gestern eröffneten Evolutionsmuseums.

Ohne Pause arbeitete Speta seit mehreren Monaten unentgeltlich am Aufbau der neuen Ausstellung. Jeden Tag verbrachte er bis zu zwölf Stunden im Museum. Woher er die Energie nimmt, beantwortet Speta schelmisch: „Fragen Sie doch meine Frau.“ Mit ihr ist er seit 52 Jahren verheiratet. In einem Keller begann der bis dahin preisgekrönte Schaufenster-Gestalter seine Karriere als Unternehmer. Stände auf Messen baut das groß gewachsene Mannsbild mit Zwirbelbart nur noch selten: „Ich habe die Firma meinem Sohn Jürgen überschrieben. Für ihn arbeite ich auf Abruf.“

Seine zuletzt karg bemessene Freizeit verbringt Speta auf einem schön restaurierten Bauernhof bei Buchkirchen. In dem 1190 erstmals urkundlich erwähnten Anwesen befindet sich auch sein privates Fischereimuseum. Interessierte Gäste sollten Geduld mitbringen. Denn zu jedem Exponat weiß der Hausherr eine kleine Anekdote.

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Artikel Erik Famler 12. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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