Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 12. Dezember 2017, 07:11 Uhr

Linz: 4°C Ort wählen »
 
Dienstag, 12. Dezember 2017, 07:11 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Mord-Trophäen

Die amerikanischen FBI-Profiler Robert Ressler und John Douglas haben sich 1988 in ihrem Buch „Sexualmord – Verhaltensmuster und Motive“ eingehend mit der Thematik von Trophäen beschäftigt. Die Experten der Kriminalpsychologie fanden in ihren bearbeiteten Fällen einerseits immer wieder, dass der Angreifer Dinge von seinen Opfern behält, um sich an den Mord zu erinnern und möglicherweise später damit seine Gewaltfantasien anzuregen und auszuleben. Dabei handelt es sich meist um „Unorganisierte Täter“.

Andererseits werden Trophäen auch mitgenommen, um sie als „Preis einer erfolgreichen Tat“ zu behalten. Bei dieser Tätergruppe handelt es sich meist um „Organisierte Täter“.

Als Trophäen werden in den meisten Fällen Kleidungsstücke, Schmuck oder Ausweise des Opfers mitgenommen. Allerdings kann es sich auch um Körperteile oder Haare (Kopf- oder Schamhaare) handeln.

„Trophäen sind ein Erinnerungsanker für zumeist schwer gestörte Persönlichkeiten. Diese leben ihre Störung intensiv in der Fantasie und sehr selten in Tathandlungen aus“, sagt dazu die forensische Psychiaterin Heide Kastner aus Linz. „Das Problem ist, dass die Täter ihre Störung dann in ganz isolierte Handlungen fokusieren und der übliche Lebensbereich weitgehend unauffällig gehalten werden kann. Das macht die Betreffenden für die Umwelt oft völlig unscheinbar.“

Kommentare anzeigen »
Artikel 07. Oktober 2008 - 02:26 Uhr
Weitere Themen

Akten-Affäre: "Es kommt nicht alles zum Bürgermeister"

LINZ. Bürgermeister Klaus Luger (SP) legte gestern seine Unterlagen offen Von einem Personalmangel habe er ...

"Vor 20 Jahren war ich schon eine Exotin"

WIEN. Sylvia Carolina Sperandio (51) war eine der ersten österreichischen Soldatinnen, heute ist sie ...

Das einzigartige Israel-Projekt von Schwester Hildegard

LINZ. Der Menschenrechtspreis des Landes wurde gestern an die Ordensfrau sowie an Schriftsteller Erich ...

Eine ausgezeichnete Familie

Irene Lang erhielt kürzlich den Landeskulturpreis für Medizin

Weniger Verkehrstote

WIEN. Heuer starben 396 Menschen auf den Straßen.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!