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Oberösterreich

Mit Vollgas zum Gesamtweltcup-Sieg

Claudia Hartl ist erst 24 Jahre alt und doch hat sie im Skibob-Sport schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Claudia Hartl (24), Skibob-Athletin der SBU Linz Bild: Daucher

Am vergangenen Wochenende sicherte sich die Sierningerin am Nassfeld (Kärnten) den Sieg im Gesamtweltcup. 2016 hatte die Athletin der SBU Linz in Tschechien drei Weltmeistertitel geholt.

„Bei der Weltmeisterschaft geht es um die Tagesverfassung. Um den Gesamtweltcup zu gewinnen, darf man aber die gesamte Saison hindurch fast keine Schwächen zeigen“, schätzt Hartl ihren Titel hoch ein. Dass sie die Krone mit ihrer Dauerrivalin Lisa Zaff teilen muss, tut ihrer Freude keinen Abbruch. „Als ich beim Heimrennen in Bad Leonfelden ausgefallen bin, wusste ich, dass alles passen muss, damit das noch klappt“, berichtet sie.

Beim Weltcup-Finale wurde die Sache zu einem Punktekrimi. Durch einen Sieg im Slalom holte Hartl fünf Punkte auf Zaff auf. Diese konterte mit einem Sieg im Super-G. Die Entscheidung musste im Riesentorlauf fallen. Die Sierningerin holte im ersten Lauf einen Vorsprung von 1,5 Sekunden heraus, den sie im zweiten Lauf durch einen Fehler fast wieder verspielte. „Da hat es mich fast rausgeschmissen“, sagt Hartl, die den Sieg ins Ziel rettete und damit ex-aequo mit Zaff den Gesamtweltcup gewann.

Maßgeblich am Erfolg beteiligt ist Vater Peter, früher ein Motorrad-Rennfahrer. „Ihm habe ich alles zu verdanken. Er kümmert sich um alles. Er steht die ganze Woche in der Garage und wachselt meine Ski“, sagt die gelernte Bürokauffrau, die für die Modefirma Casa Moda in Steyr arbeitet. Ihr Chef Willi Wetzl war selbst Eishockey-Profi. „Dadurch bringt er viel Verständnis auf. Sonst würden sich die Reisen zu den Rennen zeitlich nie arrangieren lassen.“

Hartl hat eine jüngere Schwester, auch sie war Skibob-Fahrerin. Im Sommer ist die 24-Jährige gerne mit dem Wakeboard unterwegs. Bevor es soweit ist, hat sie heuer noch ein großes Ziel. Die Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft kommende Woche in der Schweiz.

 

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Artikel Stefan Minichberger 17. März 2017 - 00:04 Uhr
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