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Oberösterreich

Matthias Kaltenbrunner: Er machte den Bundespräsidenten stolz

Matthias Kaltenbrunner bekam die höchste Auszeichnung für ein Studium.

Matthias Kaltenbrunner

„Es ist ein großes Glück, dass ich mich mit dem beschäftigen kann, was mich wirklich interessiert. Ich sehe das nicht als Arbeit.“ Matthias Kaltenbrunner, Assistent am Institut für Osteuropäische Geschichte in Wien Bild: privat

Ausgezeichneter Erfolg bei der Matura, ausschließlich Einser beim Geschichte-Studium an der Uni Wien sowie Bestnoten bei der Diplomarbeit und der Dissertation: Matthias Kaltenbrunner (28) aus Puchkirchen am Trattberg (Bezirk Vöcklabruck) erhielt für diese herausragenden Leistungen die höchste Auszeichnung für ein Studium in Österreich – die Promotion „sub auspiciis Praesidentis“. Bundespräsident Heinz Fischer verlieh ihm deswegen am 11. März den Ehrenring der Republik. Kaltenbrunner war einer von fünf Studenten, die an der Universität Wien mit „sub auspiciis“ promovierten.

Die beachtliche Auszeichnung nimmt der 28-Jährige gelassen: „Ich habe die Promotionsfeier sehr genossen, aber ich glaube, man soll das nicht überbewerten“, sagt er. Stattdessen forscht er aktuell zur Kriminalität in Osteuropa in den 80er und 90er Jahren. „Ich will mich mit dem illegalen Automarkt in Polen wissenschaftlich auseinandersetzen“, sagt Kaltenbrunner. Seit August 2015 ist er am Institut für Osteuropäische Geschichte in Wien beschäftigt.

Weil für die Stelle ein Doktoratsstudium Voraussetzung war, musste er sich mit seiner Doktorarbeit beeilen. Das fast 700 Seiten lange Werk stellte er bereits nach zweieinhalb Jahren fertig. Kaltenbrunner untersuchte bei dieser Arbeit die Migration in der Westukraine und recherchierte dafür wochenlang in ukrainischen Dörfern.

Die Einheimischen zu verstehen, war kein Problem für ihn, da er neben dem Geschichte-Studium mit Slawistik angefangen hatte. Seit seinem Auslandssemester in Warschau zählen Russisch, Polnisch und Ukrainisch zum Sprachrepertoire des Historikers.

Seine Erfolge sieht er nicht als selbstverständlich: „Es ist großes Glück, dass ich mich mit dem beschäftigen kann, was mich interessiert. Ich sehe das nicht als Arbeit.“ Obwohl Matthias Kaltenbrunner schon seit Jahren in Wien lebt, kommt er regelmäßig in seine oberösterreichische Heimat. „Der Wald und die Landschaft fehlen mir schon ein bisschen.“

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Artikel Verena Gabriel 26. März 2016 - 00:04 Uhr
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