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Oberösterreich

Marlene Huber: Ihre Videokunst beeindruckt

Die Linzerin Marlene Huber wurde bei internationalem Filmfestival ausgezeichnet.

Marlene Huber   Bild: (Privat)

Einen ganz besonderen Erfolg landete Marlene Huber kürzlich beim internationalen Jugendfilmfestival in der spanischen Stadt Plasencia: Ihr Video "Alice’s Diary" erhielt unter Hunderten Einreichungen aus aller Welt eine "special mention", wurde also von der Jury als besonders erwähnenswert gelobt. "Es ist für mich eine große Ehre, dass mein Beitrag für das Festival ausgewählt und dann auch noch ausgezeichnet wurde", sagt die 19-Jährige.

Ihre Arbeit entstand im Vorjahr als Maturaprojekt der HBLA für künstlerische Gestaltung in der Linzer Garnisonstraße unter der Anleitung ihres Professors Robert Hinterleitner. Die Teilnahme an dem Festival in Spanien empfand die Marchtrenkerin als sehr inspirierend, vor allem den Austausch mit Jugendlichen aus so vielen Ländern, von Europa bis Mexiko und Südkorea: "Viele Arbeiten waren experimentell und überraschend."

Im Mittelpunkt ihres durchaus rätselhaften Kurzfilms steht das Thema Zeit. Alice, eine junge Frau, findet ein Tagebuch. Doch während sie darin liest, verschwinden die Möbel ihrer Wohnung, bis sich das gesamte Haus in Luft auflöst. Erst als das Buch zu Boden fällt, findet Alice aus dem Dilemma. Sie kehrt zu jenem Ort zurück, an dem sie das Buch zuvor gefunden hatte – doch nun beginnt die Geschichte von vorne. "Mich fasziniert das Thema Zeit", sagt Huber. "Wir haben keinen Einfluss auf den Faktor Zeit, aber im Film können wir damit experimentieren und die Zeit lang oder kurz erscheinen lassen."

Sie selbst liebt aber nicht nur die Kunst – sondern auch die Technik. Schon bei der Schulwahl fiel ihr die Entscheidung zwischen der Kunst-HBLA und einer Informatik-HTL sehr schwer. Daher wechselte sie im Herbst die Seiten – und begann nach der Matura das Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Universität in Wien. "Ich habe zwei Leidenschaften, die Kunst und die Technik", sagt die Studentin. "Jetzt widme ich mich der Technik." Später, im Beruf, will sie dann beides vereinen und einen Mittelweg finden.

 

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Artikel Herbert Schorn 13. April 2017 - 00:04 Uhr
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