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Oberösterreich

Maria Aschböck: Sie glaubt an das Gute im Menschen

Maria Aschböck fand auf der Straße 6000 Euro und brachte sie zum Fundamt.

Maria Aschböck, die ehrliche Finderin übt seit 2015 ihren Traumberuf als Krankenschwester aus   Bild: (Daniel Scharinger)

Eigentlich ist ihr der Rummel gar nicht recht. Ein Interview mit Servus TV hat sie abgelehnt. "Ich habe mir am Dienstagnachmittag schon überlegt, überhaupt noch ans Telefon zu gehen, so oft hat es geläutet", sagt Maria Aschböck.

Was die 27-Jährige am Dienstagvormittag gemacht hat, ist für sie selbstverständlich. "Ich weiß, heute ist schon vieles nicht mehr normal. Aber ich glaube noch an das Gute im Menschen", sagt die Innviertlerin.

6000 Euro fand sie auf einem Gehsteig vor dem Diakonissen-Krankenhaus in Linz und brachte das Geld zum Fundamt - nachrichten.at berichtete. Ein Pensionist (77) hatte es verloren. Er hatte das Geld für eine Operation seiner Gattin angespart und freute sich, die gesamte Summe wenige Stunden nach dem Verlust wieder in seinen Händen zu halten.

Hilfsbereitschaft steht für Aschböck auch im Beruf an erster Stelle. Geboren in St. Florian am Inn, absolvierte sie zunächst eine Lehre zur Lackiererin. "Mein Traum war es aber immer, Krankenschwester zu werden. Auch meine Mutter hat diesen Beruf." Sie zog für vier Jahre nach Salzburg und absolvierte die Ausbildung dafür. "Ich habe lange dafür kämpfen müssen, und jetzt bin ich stolz, es geschafft zu haben." Seit 2015 arbeitet sie im Spital der Barmherzigen Schwestern in Ried. Sie möge es, Verantwortung für Menschen zu tragen. "Es ist eine schöne Aufgabe, eine Vertrauensbasis zu fremden Menschen aufzubauen", sagt sie.

Nach der Aufregung um den Geldfund freute sich Aschböck, dass gestern wieder Normalität in ihr Leben einkehrte. "Das ist mir sehr wichtig." Entspannung findet sie bei ausgiebigen Spaziergängen mit ihrem Hund "Idefix", einem Labrador-Mischling. Die Innviertlerin besitzt auch ein Pferd. "Das ist schon 28 Jahre alt, aber noch ein richtiges Energiebündel."

Aschböck, die eine ältere Schwester und einen älteren Bruder hat, war bis vor wenigen Jahren auch noch sportlich aktiv. Für die Damenfußballmannschaft des SV Dorfkirchen/Pram schoss sie in der 2. Bundesliga Tore.

 

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Artikel Stefan Minichberger 16. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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