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Oberösterreich

Lösen Zigarren Zigaretten ab?

LINZ. Während weltweit die Nichtraucher-Lobby wächst, boomt der Zigarrenkult heute mehr denn je. Bereits jeder zehnte Raucher pafft zumindest gelegentlich Zigarre. Wegen gestiegener Tabakpreise in Tschechien bricht auch der Eigenimport ein.

Zigarre

Bild: colourbox.com

Quelle der Inspiration, Trostspender, Symbol von Macht, Erfolg und Prestige, duftende Gefährtin der Einsamkeit, unentbehrliche Begleiterin in Stunden der Besinnung – das alles und noch mehr sind Motive, warum der Lifestyle-Trend zum blauen Dunst seit Jahren ungebrochen anhält. „Der Boom hat vor etwa zehn Jahren in Österreich begonnen. Die Branche hat sich darauf eingestellt. Heute ist mittlerweile jedes zehnte der 380 Tabakfachgeschäfte in Oberösterreich auf Zigarren spezialisiert“, sagt Karl Furtlehner, Obmann der Tabaktrafikanten an der OÖ. Wirtschaftskammer, „vor ein paar Jahren hätte wohl kaum einer geahnt, dass in Österreich einmal 1600 verschiedene Zigarren-Sorten und -Formate erhältlich sind.“

Der Rauchverbotsdiskussion zum Trotz bieten ambitionierte Lokale Zigarren an und reservieren Bereiche für die rauchende Zunft. Das Rauchen von „Habanos“ ist in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten wieder Ausdruck eines individuellen Lebensgefühles geworden und wird zum Teil in Clubs demonstrativ zelebriert. Mittlerweile werden sogar WIFI-Kurse zur richtigen Degustation verschiedener Zigarren mit passenden Begleitern angeboten.

„Seitdem auch an jeder Tankstelle Zigarillos zu bekommen sind, steigen auch mehr und mehr Zigarettenraucher auf Zigarren um“, sagt Obmann-Stellvertreter Erwin Kerschbaummayr, „es ist eben ein anderer Genuss, in aller Ruhe und mit Muße eine gute Zigarre zu paffen, anstatt fünf Zigaretten hastig zu inhalieren.“

Trend zu günstiger Ware

Auch die Zigarren-Preise seien heute erschwinglich, wird betont. „Der Trend geht klar zu preisgünstigen Zigarren“, sagt der Linzer Bahnhofs-Trafikant Willi Gröbner, „schon um zwei bis drei Euro bekommt der Kunde qualitativ gute Zigarren, auch bei der so genannten Bündelware passt das Preis-Leistungsverhältnis.“

Dass auch die Selbstimporte aus dem Ausland zurückgehen, merkt die Branche in Umsatzsteigerungen. Das Minus seit Einführung der Ein-Stangen-Regelung betrage nur noch vier Prozent. „Wenn in tschechischen Duty-free-Shops beim Preis kaum noch ein Unterschied zu Österreich ist, ganz abgesehen von der schlechten Lagerung dort, rentiert es sich nicht mehr über die Grenze Tabakwaren einkaufen zu fahren“, sagt Furtlehner, „mit 35,40 Euro ist beispielsweise eine Stange Marlboro im Duty-free nur noch um 4,50 Euro billiger als bei uns. Früher betrug der Unterschied immerhin noch zehn Euro.“

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Artikel Von Martin Rohrhofer 13. November 2008 - 00:00 Uhr
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