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Oberösterreich

Linzerin gestand: Ex-Freund auf facebook als Pädophilen diffamiert

LINZ. Der Fall über pädophile Inhalte, die im Namen eines Linzers via Internetplattform facebook transportiert wurden, scheint geklärt. Seine 19-jährige Ex-Freundin soll sich aus verschmähter Liebe an ihm gerächt haben.

Linzerin gestand: Ex-Freund auf facebook als Pädophilen diffamiert

Experten warnen: Auf der Internet-Plattform facebook tummeln sich tausende User mit falschen Identitäten. Bild: oön

Die junge Frau schrieb in der Nacht auf gestern ein Geständnis auf facebook (Siehe Faksimile) und beteuerte darin auch: „Er ist unschuldig“. Der Linzer erstattete bei der Polizei Anzeige wegen Stalking-Verdachts. Die Kriminalisten prüfen einen weiteren Vorwurf. „Es wurde erhoben, dass von einer offensichtlichen Verleumdung auszugehen ist“, schrieb die oberösterreichische Sicherheitsdirektion gestern in einer Aussendung. In diesem Fall drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die Einvernahme der Verdächtigen stand gestern noch aus.

Computerspezialisten des Linzer Stadtpolizeikommandos haben die Spur im Internet in mühsamer Kleinarbeit bis zu der 19-Jährigen verfolgt. Vermutlich aus Wut darüber, dass sich der Linzer von ihr getrennt hatte, soll die Verdächtige demnach am 11. August unter dem Namen ihres Ex-Freundes ein sogenanntes Profil in der sozialen Plattform facebook angelegt haben. Tagelang soll sie daraufhin unter diesem Namen pädophile Inhalte transportiert haben.

Die Internet-Community reagierte rasch. Zahlreiche Meldungen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gingen bei der Meldestelle für Kinderpornografie im Innenministerium in Wien ein. Der Linzer wurde von Freunden mit dem Unfassbaren konfrontiert, was unter seinem Namen auf facebook zu finden war. „Blödsinn, ich war das nicht“, war seine Reaktion. Beamte des Linzer Stadtpolizeikommandos fanden schließlich heraus, dass er die Wahrheit sagte. „Seine IP-Adresse, sozusagen die Visitenkarte seines Computers, ist eine ganz andere“, sagt ein Kriminalist. Mit Gerichtsbeschluss bekam die Polizei von einem Provider Auskunft, von welchem Computer die pädophilen Inhalte auf facebook gestellt wurden.

„Es handelte sich um eine dynamische IP-Adresse. Solche Adressen werden den Kunden jeweils für eine gewisse Zeit vom Provider zugeteilt. Darüber wird Buch geführt“, sagt ein Kriminalist. Die Spur führte zu der 19-Jährigen. Die Linzerin, die sich auf facebook als Sonderschülerin outete, stellte letztlich ihr Geständnis ins Internet.

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Artikel Von Sabine Novak und Gerhard Lukesch 18. August 2010 - 00:04 Uhr
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