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Oberösterreich

Leichter Rückgang bei Kirchenaustritten

LINZ. Die Zahl der Kirchenaustritte ist im Vorjahr leicht zurückgegangen – sie liegt aber im langjährigen Trend. 9236 Personen traten im Vorjahr aus der Katholischen Kirche in Oberösterreich aus, geht aus der Kirchenstatistik der Diözese Linz hervor.

Kirchenaustritte stabilisieren sich auf hohem Niveau

Bild: OON

Das sind um 0,96 Prozent weniger als 2016 (9683 Personen). In Oberösterreich leben 965.950 Katholikinnen und Katholiken, 2015 waren es 973.721. Kehrten 2015 insgesamt 9683 Mitglieder der Kirche den Rücken, so waren es im Vorjahr 9236. 904 Personen traten 2016 wieder oder neu in die Kirche ein (2015: 825). 115 Personen haben ihre Austrittserklärung nach einer Antwort auf einen Brief von Diözesanbischofs Manfred Scheuer widerrufen. „Mit Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass neuerlich viele Menschen ihren Austritt aus der Katholischen Kirche in Oberösterreich erklärt haben. Wenn erlebte Berührungspunkte weniger werden, sinkt offensichtlich die Motivation für eine Mitgliedschaft", wurde Wilhelm Vieböck, Pastoralamtsdirektor der Diözese Linz, in einer Aussendung zitiert. 

Inwieweit sich die Zahl der Taufen im Vergleich zum Vorjahr 2016 geändert hat, war zunächst noch nicht klar. Entsprechende Zahlen würden derzeit noch nicht vorliegen, teilte die Diözese am Dienstag mit. 2015 wurden in der Katholischen Kirche in Oberösterreich 10.033 Personen getauft, 10.301 kirchliche Begräbnisse und 2368 kirchliche Trauungen gefeiert. Die entsprechenden Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor.

Österreichweiter Trend 

Auch österreichweit ist im Vorjahr die Zahl der Kirchenaustritte leicht gesunken. 54.886 Personen verließen im vergangenen Jahr die römisch-katholische Kirche, ergeben vorläufige Zahlen, die am Dienstag via "Kathpress" veröffentlicht wurden. 2015 waren es 56.599. Der Rückgang beträgt somit 3,03 Prozent. Mit Stichtag 31. Dezember 2016 gab es in Österreich somit 5,16 Millionen Katholiken (2015: 5,21 Mio.).

Von 2015 auf 2016 gab es somit einen Rückgang der Katholiken von rund 1 Prozent. Die Kirchenaustritte bewegen sich damit auch 2016 im Rahmen der vergangenen Jahre, abgesehen von 2010. 2014 verließen 55.003 Personen die Kirche, 2013 waren es 54.869 , 2012 52.336, 2011 59.023 und 2009 53.269. Im Jahr 2010 musste die Kirche 85.960 Austritte verzeichnen - ein historischer Höchststand -, was damals zu einem Gutteil auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich zurückzuführen war.

Im vergangenen Jahr gab es auch 5265 Kircheneintritte. Das ist etwas mehr als im Jahr 2015 mit 5.064 neuen Katholiken. In den einzelnen Diözesen zeigen die Zahlen der Ein- und Austritte unterschiedliche Tendenzen.

Das „turbulente Jahr 2016“ mit Flüchtlingsthematik und Präsidenten-Lagerwahlkampf sei auch an der Kirche nicht spurlos vorübergegangen, sagt Bischifsvikar Vieböck. Dass die Austrittszahl dennoch gesunken sei, stimme ihn „leicht optimistisch“.



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Artikel 10. Januar 2017 - 10:28 Uhr
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