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Oberösterreich

Laser- und Radarblocker: Die neuen Tricks der Autoraser

LINZ. 40 Lenker mit Software gegen Laserpistolen wurden heuer bereits erwischt. Zehn waren es allein vergangenes Wochenende.

Laser- und Radarblocker: Die neuen Tricks der Autoraser

Die Polizei hat mittlerweile ein Auge für den Trick mit dem Laserblocker. Bild: (vowe)

Sie werden als zuverlässiger Schutz vor Tempomessungen angepriesen. "Das Gerät erzeugt ein Schutzschild vor Ihrem Auto. So sind Sie sicher ohne Strafzettel unterwegs", steht in der Beschreibung des Online-Shops, der Laserblocker zwischen 600 und 2000 Euro anbietet. In allen Varianten und in allen Farben, und am besten in Kombination mit speziellen Radarwarnern. Der Verkauf dieser "Schummelsoftware" ist legal, der Einbau allerdings nicht.

Trotzdem erwischte die Polizei vergangenes Wochenende bei einer Schwerpunktaktion im Bezirk Linz-Land zehn Lenker, die sich aufgrund ihrer "speziellen Ausrüstung" immun gegen Tempomessungen fühlten. 40 Lenker wurden im laufenden Jahr auf Oberösterreichs Straßen bereits erwischt. Das Gerät im Hosentaschen-Format wird so versteckt eingebaut, dass es bei Verkehrskontrollen nur schwer zu entdecken ist.

"Wir erkennen das sofort"

"Der Laserblocker erkennt den Strahl der Laserpistole, sendet Störsignale und macht die Messung für rund fünf Sekunden unmöglich", sagt Klaus Scherleitner, Leiter der Landesverkehrsabteilung Oberösterreich. Die Lenker werden durch einen akustischen Warnton auf die Messung aufmerksam gemacht, nutzen die fünf Sekunden, bremsen ab, und fahren mit der erlaubten Maximalgeschwindigkeit weiter.

"Natürlich erkennen wir in den meisten Fällen sofort, dass da etwas nicht stimmt, und halten die Lenker auf", sagt Scherleitner. Meistens handle es sich dabei um Autos der gehobenen Preisklasse. "Es gibt Werkstätten, die den Einbau anbieten. Wir werden prüfen, inwieweit das in Zukunft strafrechtlich belangbar ist", sagt der Landesleiter. Es sei schließlich eine Beihilfe zur Verwaltungsübertretung. Seit Jänner 2017 ist das Mitführen eines solchen Gerätes strafbar – auch wenn es nicht eingeschaltet ist. Der Strafrahmen beträgt bis zu 5000 Euro, zudem kann die Weiterfahrt bis zum Ausbau untersagt werden. "Da so etwas immer mit Vorsatz passiert, ist davon auszugehen, dass die Strafen auch entsprechend hoch ausfallen", sagt Scherleitner. Auffällig sei auch die steigende Zahl an Radarwarnern. Sie werden im Kühlergrill eingebaut und warnen auch vor mobilen Radarstationen. Verstärkte Kontrollen sollen diesem Trend Einhalt gebieten.

Der Trick mit Laserblocker und Radarwarner

Seit Jänner 2017 ist der Einbau von Laserblockern und Radarwarnern verboten. Trotzdem werden sie weiterhin – oft sehr kostenintensiv – angeboten.

Die Bauteile der Geräte werden meistens ins Fahrzeug geklebt und nicht geschraubt. Über ein kleines Display mit Lautsprecher im Fahrgastraum erfolgt die Warnung durch ein Piepsen oder eine Computer-Stimme.
Wenn die Polizei Laserblocker oder Radarwarner entdeckt, werden sie entweder sofort sichergestellt oder dem Lenker wird die Weiterfahrt bis zum Ausbau der Geräte untersagt. Der Strafrahmen beträgt bis zu 5000 Euro.

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Artikel Gabriel Egger 12. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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