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Oberösterreich

Keck gegen Ackerl: "Soll sich ein Hobby suchen"

LINZ. Wenn sich zwei streiten, ist das eine perfekte Bühne für den Dritten, dachte sich wohl SP-Nationalratsabgeordneter Dietmar Keck und schaltete sich nun auch mit einer Presse-Aussendung in den Konflikt zwischen dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger und Ex-Soziallandesrat Josef Ackerl (beide SP) ein.

Keck gegen Ackerl: "Soll sich ein Hobby suchen"

Dietmar Keck streitet jetzt mit. Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Ackerl hatte Luger via Facebook heftig kritisiert, weil er nicht zur Eröffnung des Valie-Export-Archivs in der Linzer Tabakfabrik eingeladen worden war, obwohl er den Ankauf dieser Werke in seiner Zeit als Landesrat wesentlich mitgestaltet habe. Er sehe aufgrund dieser ausgebliebenen Einladung nun keinen Grund mehr, sich mit Kritik am Politikstil Lugers zurückzuhalten, sagte Ackerl. Und legte nach: "Niemals werde ich akzeptieren, dass Luger in Linz mit der FPÖ paktiert."

Der Linzer Bürgermeister schoss nach dieser Kritik scharf zurück und attestierte Ackerl "mangelndes Niveau". Daraufhin schrieb Ackerl, er wolle sich nicht "verzwergen", nur um mit "jemandem auf Augenhöhe" diskutieren zu können.

In diesem Streit zwischen zwei Parteigenossen mischt nun auch Voest-Betriebsrat Dietmar Keck mit: "Ackerl möge seine üppige Altpolitikerpension genießen und sich endlich ein sinnstiftendes Hobby abseits der Politik suchen", schreibt Keck.

"Nestbeschmutzer"

Die Begriffe Nestbeschmutzer oder Querulant seien dabei schon eine Kategorie zu niedrig, um Ackerls Verhalten zu beschreiben, echauffiert sich Keck. Nachsatz: "Josef Ackerl soll sich ein Hobby suchen, welches ihn so in Anspruch nimmt, dass er von der Öffentlichkeit fern gehalten ist. Man sagt, aus Langeweile entsteht so mancher Blödsinn, daher ist eine sinnstiftende Beschäftigung die beste Vorsorge für ein ruhiges und manierliches Leben."

Josef Ackerl war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar. 

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Artikel (hip) 14. November 2017 - 00:04 Uhr
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