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Oberösterreich

Karl Hödl: Ein Leben für das Linzer Aloisianum

Direktor Karl Hödl verabschiedete sich gestern von seiner Schule in die Pension.

Karl Hödl

Karl Hödl, Direktor des Aloisianum, der nach 15 Jahren in Pension geht und die Leitung der Privatschule an Klaus Bachler übergibt Bild: privat

Er sprach in launiger Runde gerne davon, seit 50 Jahren an der Schule zu sein – und das war keine Übertreibung. Karl Hödl hat das Kollegium Aloisianum, sieht man einmal von seinen Studienjahren ab, nie verlassen.

Acht Jahre lang war er Schüler des Elitegymnasiums auf dem Linzer Freinberg, nach der Universität war er Professor an seiner Schule, die er seit 2002 als Direktor noch stärker geprägt hat.

Gestern hieß es für den 65-Jährigen Abschied nehmen. Der bekennende LASK-Anhänger geht in Pension, die kein Ruhestand werden wird. Zu umtriebig ist er.

Als Hödl 1971 maturiert hat, war er unter anderem als „der Beste der Autofahrer ohne Führerschein“ bekannt (zumindest ist dies in der Maturazeitung nachzulesen). Nach dem Lehramts-Studium an der Universität Salzburg (Russisch und Englisch) kehrte er ohne Umwege als Professor dorthin zurück, wo er die Schulbank gedrückt hatte. Als „sehr strenger Englischlehrer“ war der gebürtige Mühlviertler (Sarleinsbach) bekannt. Von der ersten Klasse an redete er mit seinen Schülern nur Englisch. Was heute fast normal ist, war damals noch pädagogisches Neuland.

Dieses Engagement für pädagogische Belange zieht sich durch die Lehrer-Karriere von Hödl. Als Direktor hat er 15 Jahre lang für eine „gesunde Mischung von Jung und Alt“ gesorgt, die Schulentwicklung vorangetrieben und Strukturen auf den Kopf gestellt. Er war auch stets offen für Veränderung. Die vor zehn Jahren eingeführte „modulare Oberstufe“ ist ein Beweis dafür.

Hödl gilt als konsequent, aber auch als ein wenig stur. Er pflegte aber stets einen Stil der offenen Türen. „Wenn man etwas von ihm gebraucht hat, war er immer da und hat so die Mini-Dramen des Schulalltags abgefangen“, sagt eine Kollegin über Charlie, wie er bei den Lehrern heißt. Übrigens: Jeden der rund 400 Schüler kennt Hödl beim Namen. Wenn er nun im Stadion anzutreffen ist, dann werden ihn auch alle beim Namen rufen können. Denn Charlie steht auf dem LASK-Dress, das es zum Abschied für ihn gab.

 

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Artikel Reinhold Gruber 08. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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