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Oberösterreich

Jozo Lagetar: Der Bambi-Retter vor dem Bildschirm

Jozo Lagetar programmierte die Wildunfallvermeidungs-App „wuidi“

Jozo Lagetar, der Braunauer will mit der App „wuidi“ Leben retten. Bild: privat

Achtung, erhöhte Wildwechselgefahr! So mahnt „wuidi“ die Autofahrer zur Vorsicht. Wo sich Wild aufhält, haben die Jäger vor Ort vorab eingetragen. Das ist nur eine von vielen Funktionen der Wildunfallvermeidungs-App, die ein dreiköpfiges Team aus Bayern entwickelt hat. Programmiert hat sie ein Braunauer: Jozo Lagetar. Der 30-Jährige hat dort angesetzt, wo viele Programmierer vor ihm gescheitert sind, und Lösungen für die komplexen Aufgaben von „wuidi“ gefunden. Sie warnt, sie verbindet mit Ansprechpartnern und Jägern und hilft bei Versicherungsangelegenheiten nach Wildunfällen. „Wir wollen aber, dass das Ausnahmen bleiben. Wildunfälle sollen gar nicht erst vorkommen“, sagt der Braunauer. 10.000 bayerische Autofahrer warnt „wuidi“ schon, Gespräche, um auch österreichische Lenker vor Wildunfällen zu schützen und im Anlassfall zu unterstützen, laufen bereits. Denn ohne Hilfe von Jägerschaft und Politik funktioniert „wuidi“ nicht. In ganz Deutschland ist das Team schon unterwegs, um vor Zuständigen ihre App zu präsentieren. Im November 2016 hat Innenminister Joachim Hermann den offiziellen Startschuss für „wuidi“ flächendeckend in Bayern gegeben. Die App kann kostenlos auf das Smartphone heruntergeladen werden. „Natürlich sollen meine Landsleute auch wuidi benützen können“, sagt Jozo Lagetar, er ist schließlich selbst beruflich regelmäßig in seiner Heimat unterwegs und erlebt auch hier oft Gefahrenstellen.

Der Österreicher lebt mittlerweile in Sallach bei Straubing, er ist vor einigen Jahren der Liebe wegen nach Deutschland gezogen. Seine Programmier-Wurzeln hat der 30-Jährige in der HTL Braunau, die er mit einem makellosen Maturazeugnis abgeschlossen hat. Dann ging es an die Fachhochschule in Salzburg, wo er schließlich nach Abschluss auch Arbeit fand. Mittlerweile ist er selbstständiger Programmierer mit Kunden von beiden Seiten der Staatsgrenze. Wenn neben seiner Leidenschaft vor dem Computer noch Zeit bleibt, wird diese für eine weitere Leidenschaft genützt: Fußball.

 

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Artikel 10. April 2017 - 00:04 Uhr
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