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Oberösterreich

Hans Riedler: „Ich will, dass es ein wenig wärmer wird“

Hans Riedler wurde von der Volkshilfe mit dem „Sozial-Lois“ ausgezeichnet.

Hans Riedler

„Ich habe so viele Chancen in meinem Leben erhalten, davon möchte ich etwas weitergeben.“ Hans Riedler, aktueller Preisträger des seit 2003 von der Caritas Oberösterreich vergebenen „Sozial-Lois“ Bild: privat

Wenn sich Hans Riedler wünscht, dass es wieder ein wenig wärmer werden solle, ist dies keine umweltpolitische Aussage. Dem 78-Jährigen geht es um Mit-Menschlichkeit, um Nächstenliebe, um Engagement für andere. Donnerstagabend wurde er von der Volkshilfe Oberösterreich mit dem „Sozial-Lois“, dem Preis für Menschen mit besonderem sozialen Engagement, ausgezeichnet. Riedler ist damit der sechste Preisträger dieser seit dem Jahr 2003 vergebenen „Wandertrophäe“.

Es sei durchaus eine besondere Auszeichnung, wenn die Volkshilfe ausgerechnet einen eher im kirchlichen Bereich Engagierten mit diesem Preis würdige, sagt der 1938 in Oberweis bei Laakirchen geborene Riedler. Den gelernten Autospengler, der später die Arbeiter-Mittelschule absolvierte, zeichnete schon früh sein soziales Engagement aus. Er war bei der Katholischen Arbeiterjugend und danach bei der Katholischen Arbeiterbewegung tätig. Später wurde er Leiter des „B7“, einem Zentrum für junge Arbeitslose, und Geschäftsführer der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 2001 blieb er in diversen Organisationen sozial tätig, zudem engagiert sich der vierfache Vater, der seit 46 Jahren mit seiner Eva verheiratet ist und seit rund zehn Jahren einen „Wahlsohn“ aus dem Sudan hat, in der Betriebsseelsorge in Linz.

Er sei ein Privilegierter, sagt Riedler, der auch schon mit dem Menschenrechtspreis des Landes und dem Solidaritätspreis der Kirche ausgezeichnet wurde: „Ich habe so viele Chancen in meinem Leben erhalten, davon möchte ich etwas weitergeben.“

Vielleicht ist es ein Privileg, dass ausgerechnet Alt-Bischof Maximilian Aichern die Laudatio hielt, viel wahrscheinlicher ist es aber verdiente Anerkennung. „Ich werde mich bemühen, dem gerecht zu werden, was er mir alles zugeschrieben hat“, sagt Riedler, „es freut mich, dass gerade ich für diesen Preis ausgewählt wurde, den sich so viele verdient hätten. Mit ihnen teile ich diese Auszeichnung.“

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Artikel Gerald Winterleitner 11. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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