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Oberösterreich

Gerhard Hofer: Ein Glücksbringer will's wissen

Gerhard Hofer aus Linz ist neuer Landesinnungsmeister der Rauchfangkehrer.

Gerhard Hofer     Bild: (Privat)

"Ja natürlich. Was für eine Frage?", sagt Gerhard Hofer und stellt mit dem Brustton der Überzeugung ein für allemal die wohl am häufigsten gestellte Frage klar: nämlich, ob der Rauchfangkehrer Glück bringe. Traditionen sind dem Chef eines 18-Mitarbeiter-Betriebes wichtig. So legt er Wert darauf, dass alle seine Rauchfangkehrer an der Kleidung erkennbar sind: "Es ist ein Traditionsberuf, der nach wie vor wichtige Funktionen erfüllt."

Seit kurzem steht der 48-Jährige an der Spitze seines Berufsstandes in Oberösterreich: Er folgt als Landesinnungsmeister Siegfried Deutsch nach. Auch sein Stellvertreter Markus Mayer ist neu in dieser Funktion. Der Beruf wurde Hofer quasi in die Wiege gelegt: Bereits Vater, Großvater und Urgroßvater führten den Betrieb in Linz. "Es ist ein tolles Gefühl, Familien als Kunden zu haben, die schon von meinem Urgroßvater besucht wurden."

Doch dass auch er selbst den Beruf ergreift, war nicht von vornherein klar: Er absolvierte die HTL für Heizungstechnik in Pinkafeld und arbeitete unter anderem als Techniker bei der Linz AG, bis er sich zum Schornsteinfeger ausbilden ließ, 1994 die Meisterprüfung ablegte und vier Jahre später den Betrieb übernahm.

Wissbegierig ist der leidenschaftliche (Eis-)Kletterer, Skitourengeher und Wellenreiter geblieben: Nebenbei absolvierte er die Hafnerlehre. "Dadurch lernte ich Zusammenhänge zum Beruf besser verstehen." Seit 2009 unterrichtet er in der Berufsschule, nebenbei lässt er sich an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich zum Berufsschullehrer ausbilden. "Ich könnte im Betrieb mehr verdienen. Ich arbeite als Lehrer, weil mir die Zukunft eines der schönsten Berufe der Welt am Herzen liegt." Ebenso wichtig ist dem Vater einer 19-jährigen Tochter, dass auch seine 300 oberösterreichischen Kollegen auf dem neuesten Stand sind. Allein im ersten Halbjahr gab es 200 Schulungen, berichtet er – mit Stolz. Denn: "Welche Berufsgruppe kann behaupten, dass sich in so kurzer Zeit mehr als die Hälfte der Mitarbeiter weiterbildet?"

 

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Artikel Herbert Schorn 10. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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