24. Januar 2015 - 00:04 Uhr · · Oberösterreich

Fotosynthese nachgebaut

Fotosynthese nachgebaut

Blattmacher Günther Knör Bild: Maybach

Chemiker Knör nimmt die Natur zum Vorbild

Er lehrt und forscht an der Johannes-Kepler-Universität und lebt mit seiner Familie in Gallneukirchen: Der gebürtige Bayer Günther Knör, Institutsvorstand für Anorganische Chemie und Leiter des Photochemiezentrums, kann sehr wohl als Oberösterreicher durchgehen, zumal er gerade Technikgeschichte schreibt. Ihm und seinem Team ist es gelungen, den mit Abstand wichtigsten Prozess auf der Erde, die Fotosynthese, im Labor nachzubauen. Allein mit Licht, CO2, Farbstoffen und Katalysatoren lässt sich mit seinem System Treibstoff herstellen – bloß im Labormaßstab, aber mit einem höheren Wirkungsgrad und stabiler als es Mutter Natur schafft. Kurz: Knör entwickelte das künstliche Blatt.

"Ich habe am Anfang gar nicht mitbekommen, dass ich für den Oberösterreicher des Jahres nominiert worden war", erzählt der bescheidene Forscher. Dann habe er den Wettbewerb durchaus mit Interesse verfolgt. "Ich freue mich riesig, dass meine Forschung ein so großes Interesse erweckt", sagt er. Zum "Oberöstereicher des Jahres" in der Katgorie "Wissenschaft und Gesellschaft" gewählt worden zu sein, sei ein "großer Erfolg." (but)

Quelle: nachrichten.at
Artikel: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Fotosynthese-nachgebaut;art4,1617890
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