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Oberösterreich

Er hat eine 150-Kilometer-Woche

Der Linzer Demeter Dick lief in 36 Stunden einmal rund um den Mont Blanc.

Demeter Dick

Demeter Dick   Bild: (Privat)

Ein gutes Buch bringt die meisten Menschen in die warme Stube, entspannt unter die Decke oder mit hochgelagerten Füßen vor den Kamin. Im besten Fall bringt es sie zum Nachdenken. Demeter Dick hat ein gutes Buch 168 Kilometer und 10.000 Höhenmeter rund um den höchsten Berg der Alpen gebracht.

Gelesen hat es der 43-jährige Linzer bereits vor vier Jahren. „Eat & Run“ war sein Titel, den man mittlerweile auch auf das Leben des ehemaligen Rechtsanwaltsanwärters ummünzen kann. „Mir war bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht bekannt, dass es Verrückte gibt, die mehr als einen Marathon laufen“, sagt er. Jetzt läuft er selbst wöchentlich oft 150 Kilometer.

4.30 Uhr Tagwache, 20-Kilometer-Lauf auf die Gis, den Pöstlingberg oder den Kürnberg, 8 Uhr Arbeitsbeginn in der Online-Agentur in Linz-Urfahr. 12.30 Uhr Mittagspause. „Entspanntes Joggen“ an der Donau, zehn Kilometer. Duschen, und zurück in die Arbeit. Und vor dem Abendessen führt Demeter noch sein Rennrad aus.

„Es gab Zeiten, da haben mich meine Frau und die zwei Mädels kaum noch gesehen“, erinnert er sich. 40 Stunden Arbeit und 25 Stunden Training pro Woche prallten aufeinander. „Dass das ein bisserl zwanghaft ist und ich ein Ehrgeizler bin, kann ich nicht leugnen. Aber ich habe einfach richtig viel Spaß daran“, sagt der siebenfache Iron-Man-Finisher. Er sei durch die langen Läufe im Gelände viel selbstzufriedener geworden.

Spätestens seit dem 3. September weiß Demeter Dick, dass es sich ausgezahlt hat. In 35 Stunden, 48 Minuten und 49 Sekunden lief er beim „Ultra-Trail du Mont Blanc“ rund um den höchsten Berg der Alpen. Das Schwierigste?

„Essen. Und leider musst du essen, auch wenn du nie Appetit hast.“ Im Ziel sei ihm klar gewesen, dass er so etwas nie wieder mache. Aber: „Das hat nur sechs Stunden angehalten. Im Dezember melde ich mich wieder an.“ Den Familienurlaub gab es auf dem Rückweg von Frankreich am Gardasee. Ab jetzt geht es wieder auf die Gis. Es waren ja erst 175 Mal.

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Artikel Gabriel Egger 14. September 2017 - 00:04 Uhr
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