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Oberösterreich

Er gibt dem Schweinsbratl die Ehre

Karl Wögerer aus Feldkirchen ist neuer Obmann der „KultiWirte“ im Lande.

Karl Wögerer   Bild:

Er hat keine Menüs mit Erklärungsbedarf. Er macht auch nicht im Zirkus Maximus mit, in dem die Gladiatoren mit dem Kochlöffel kämpfen. Bei Karl Wögerer im 1868 gegründeten Gasthaus Wögerer in Feldkirchen an der Donau gibt’s Bodenständiges, wie etwa Schweinsbratl. Und zwar frisch. Darum steht es nur Sonntag auf der Karte.
Wögerer (48) ist nicht nur Wirt, sondern KultiWirt. Und zwar nicht irgendeiner, sondern deren Chef. Kürzlich folgte er „Spitzerwirt“ Gottfried Spitzer (St. Georgen im Attergau) nach.

Die KultiWirte sind mit derzeit 74 zwar nicht sehr viele, aber sie halten die Wirtshauskultur hoch, wie sie landläufig und bodenständig sein soll. Das heißt, dass der Chef im Gasthaus anwesend ist, dass auch mittags offen ist, es einen Stammtisch gibt, dass regionale Produkte verarbeitet werden und viele Qualitätskriterien mehr. Karl Wögerer hält mit Gattin Martina das Regionale mehr als hoch. Er verarbeitet Eier vom Bauern um die Ecke, Gemüse aus Eferding und Fleisch von Ozlberger in Hartkirchen. Regional ist bei Wögerer auch das Wild. Das aus eigenem Abschuss. Denn er ist nicht nur gelernter Bäcker und Konditor, sondern auch Jäger.

Um die Wirtshauskultur auf dem Lande macht sich Wögerer Sorgen, Denn es werde immer schwieriger, abseits der Ballungsgebiete ein Wirtshaus zu betreiben. Vorschriften würden „auf Punkt und Beistrich“ geprüft.
Das Rauchverbot ab Mai 2018 mache die Sache nicht leichter. Der Wirt müsse dann die Gäste zum Rauchen auf die Straße schicken. Anrainer fordern aber ab 22 Uhr in der Stadt und ab 23 Uhr in Tourismusgebieten (der Sperrstunde für Schanigärten) Ruhe ein.

Wögerer ist guten Mutes, dass gestandene Wirtshauskultur geschätzt wird und die KultiWirte nicht nur bestehen, sondern mehr werden. Er geht die neue Aufgabe mit viel Schwung an, und vieles wird ihm leicht fallen. Denn Wögerer hat im vergangenen Jahr stolze 32 Kilo abgenommen; trotz Schweinsbratl am Sonntag.

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Artikel Karin Haas 10. März 2017 - 00:04 Uhr
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