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Oberösterreich

Ein doppelter Grund zur Freude

Bernhard Willnauer wurde innerhalb von 24 Stunden Vater und Weltmeister.

Bernhard Willnauer Bild: (FF St. Martin im Mühlkreis)

Anlässe zum Jubeln gab es vergangene Woche für Bernhard Willnauer aus St. Martin im Mühlkreis genug. Er wurde am Donnerstag nicht nur zum ersten Mal Vater, sondern er gewann am Freitag mit seinen Feuerwehrkollegen auch die Feuerwehr-Weltmeisterschaft in Villach. Und dabei stellte die Bewerbsgruppe mit einer Löschangriffszeit von 28,16 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. „Dass ich gerade Vater geworden bin, hat am Wettbewerbstag für einen zusätzlichen Motivationsschub gesorgt“, erzählt der Feuerwehrmann. Ein bisschen anders als sonst war es trotzdem: „Man sieht den Bewerb mit anderen Augen und denkt sich, wenn etwas schief geht, ist es nicht so tragisch, gerade wegen des Geschenks, das man am Vortag bekommen hat.“

Der Anruf von seiner Freundin Katrin, dass es mit der Geburt losgeht, kam, als der 28-Jährige sich im Stadion gerade den Jugendwettbewerb ansah. „Ich bin sofort losgefahren und am Abend war es dann soweit. Unser Sohn Matthias ist um kurz vor 18 Uhr auf die Welt gekommen“. Um halb sechs in der Früh trat der frischgebackene Vater den Rückweg nach Villach an, um die Weltmeisterschaft nicht zu verpassen. Auf den Bewerb hat sich die Gruppe der Feuerwehr St. Martin im Mühlkreis intensiv vorbereitet, mindestens zweimal pro Woche wurde trainiert. „Jeder in der Gruppe hat sich darauf gefreut, dass es endlich los geht. Trotzdem waren wir alle ein bisschen nervös, aber das hat sich schnell gelegt“, erzählt der Installateur, der seit 2005 bei der Aktiv-Gruppe ist. Zuvor engagierte er sich bereits in der Jugend-Gruppe der Feuerwehr.

„Die Feuerwehr hat mich von meiner Jugend an immer schon fasziniert. Der Zusammenhalt und die Kameradschaft ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt der Feuerwehr-Weltmeister. Natürlich würde es ihn freuen, wenn sein Sohn einmal in seine Fußstapfen treten und auch zur Feuerwehr gehen würde, aber das liege noch in weiter Ferne. Gestern ging es mit Freundin und Baby erst einmal ab nach Hause.

 

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Artikel Julia Popovsky 18. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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