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Oberösterreich

Ein Spätzünder mit Forscher-Talent

Fachhochschul-Student Jürgen Vogel wurde für seine Master-Arbeit prämiert

Jürgen Vogel   Bild: privat

Jürgen Vogel ist als Student ein Spätzünder. Ein Genetik-Studium hatte er abgebrochen, danach mehrere Jahre gearbeitet, ehe er berufsbegleitend das Fachhochschul-Studium „Marketing und e-Business“ in Steyr in Angriff nahm. Jetzt ist die Master-Arbeit des 31-jährigen Trauners von einer Jury der FH Oberösterreich zur besten des Jahres gewählt und mit dem „Teufelberger Master-Thesis-Award“ ausgezeichnet worden. Der Trauner hatte sich in seiner Arbeit mit dem Einsatz digitaler Hilfsmittel bei der ambulanten kardiologischen Rehabilitation von Patienten nach schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen auseinandergesetzt.

30 Patienten wurden für jeweils zwölf Wochen mit Fitness-Armbändern, sogenannten „Activity-Trackern“ ausgestattet, die Schritte zählen und verbrauchte Kalorien aufzeichnen. Insgesamt dauerte die Studie acht Monate. „Wir konnten positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System feststellen. Die Patienten waren nach zwölf Wochen um 15 Prozent leistungsfähiger und hatten bessere Blutwerte als die Kontrollgruppe“, fasst Vogel die Ergebnisse zusammen.

Auch international erregte der Trauner mit der Studie Aufsehen. Vogel arbeitet mit Studiengangsleiter Andreas Auinger und Professor René Riedl an einem Beitrag für ein renommiertes Fachjournal. „Die Ergebnisse sind praxisrelevant. Sie zeigen, dass Selbstüberwachung helfen kann, die Motivation der Patienten aufrechtzuerhalten“, erklärt der Trauner.

Was die Forschung betrifft, hat Vogel noch lange nicht genug. Derzeit macht er ein Doktoratsstudium. „Ein sogenanntes Joint-Master-Studium, zu 50 Prozent an der JKU Linz und zu 50 Prozent an der FH Steyr.“ Daneben arbeitet er als Assistent der Geschäftsführung in einem Linzer Rehabilitationszentrum.

Privat beschäftigt sich der 31-Jährige mit Film und Malerei. Im Urlaub unternimmt er mit seiner Freundin Städte-Reisen, am liebsten „Road-Trips“ durch die Vereinigten Staaten.

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Artikel Stefan Minichberger 16. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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