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Oberösterreich

Ein Leben abseits jeglicher Normalität

ALKOVEN. Ein Beispiel von vielen: Durch Ihre Spenden an die OÖN-Hochwasserhilfe konnte auch Michael Obernberger und seiner Lebensgefährtin aus Alkoven geholfen werden.

Ein Leben abseits jeglicher Normalität

Die Idylle trügt. Die Holzterrasse von Michael Obernberger und Elke Peter steht nach dem Hochwasser wieder auf ihrem Platz. Das Haus ist weiter unbewohnbar. Bild: rofi

Das Leben der Hochwasserbetroffenen ist von jeglicher Normalität noch weit entfernt. In jenem von Michael Obernberger und seiner Lebensgefährtin Elke Peter aus Alkoven ist das nicht anders. Lediglich auf ihrer Holzterrasse können die beiden wieder sitzen. Das Hochwasser hatte sie durch den Garten über die Hecke in ein angrenzenden Feld gespült (kleines Foto oben). „Eine gesamte Fußballmannschaft, Freunde von mir, hat sie wieder aufgebaut“, sagt Michael Obernberger. Richtig genießen können sie das idyllische Platzerl jedoch nicht.

Durch eine schwere Armverletzung kurz nach dem Hochwasser ist der 35-Jährige arg gehandicapt. Vier Wochen verbrachte er im Krankenhaus, Anfang August will er wieder arbeiten. Eigentlich noch zu früh, aber „hier ist es noch bedrückender. Du gehst ins Haus und weißt nicht, was wird“, sagt er. Das Erdgeschoß des Hauses ist leer geräumt, das Notwendigste für den alltäglichen Bedarf auf Regalen untergebracht. An Wohnen ist hier nicht zu denken.

Dazu das Gefühl der Bitterkeit, das die beiden häufig übermannt, ob sie wollen oder nicht. „Es ist nicht so, dass wir nicht vorgesorgt hätten. Aber hätten wir früher gewusst, dass das Wasser so hoch kommt, hätten wir anders evakuiert“, sagt der 35-Jährige. Gerade erst einen Monat vor dem Hochwasser hatten sie die letzten Schäden der Flut 2002 beseitigt. Der erste Sommer sollte es werden ohne größere Arbeiten am Haus. „Jetzt können wir wieder von vorne anfangen“, sagen sie.

Gleichzeitig die Erinnerungen, die immer wieder hochkommen – jene von den vielen ertrinkenden Tieren beispielsweise, oder die schwimmenden Holzscheiter in zwei Metern Höhe, die an die Fensterscheiben schlagen.

Wie alle vom Hochwasser Betroffenen können auch Michael Obernberger und seine Lebensgefährtin etwas Zuversicht gut gebrauchen. Auch wenn das Geld nur Materielles ersetzen kann, die Spende der OÖN-Hochwasserhilfe hilft. Geholfen haben den beiden auch zahlreiche Freiwillige. Für sie soll als kleines Dankeschön in den nächsten Wochen ein Gartenfest steigen. „10 Mann der FF Lambach waren hier und sind durchgefegt wie ein Orkan, die FF Neukirchen hat geputzt. Sonst würde es hier noch viel schlimmer ausschauen“, sagen sie. Auch Freunde und Arbeitskollegen haben geholfen. Dazu gibt es eine Warteliste von Leuten, auf die beide jederzeit zurückgreifen können. „Das ist schon klass und wir wissen diese Unterstützung sehr zu schätzen“, sagt Elke Peter.

Momentan sind die beiden jedoch zum Warten verurteilt. Zuerst müssen die zehn Entfeuchtungsgeräte ganze Arbeit leisten. „Und dann streichen wir. Das ist psychologisch wichtig. Dieses Braun und Schwarz können wir schon gar nicht mehr sehen.“ (rofi)

von Ameise (37830) · 23.07.2013 09:06 Uhr
Es ist schön-

Freunde zu haben...

(0)
von reibungslos (3605) · 23.07.2013 08:48 Uhr
Dazu kommt

dass die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 10 Jahren wieder abzusaufen, bei über 50% liegt. Die Leute werden also ihr ganzes Leben nur für das Haus arbeiten müssen und nach jedem Hochwasser als Almosenempfänger dastehen. Keine schöne Perspektive.

(0)
von reibungslos (3605) · 23.07.2013 08:49 Uhr
Gehört
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Artikel 23. Juli 2013 - 00:04 Uhr
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