Ursula Breiner ist gestern Früh auf dem Weg ins Fitnessstudio. Die 56-jährige Lehrerin will über eine Treppe steigen, als sie plötzlich ausrutscht: „Mir hat es beide Beine ausgerissen. Freundliche Passanten sind zu mir geeilt und haben mir wieder aufgeholfen. Ich hab’ gleich gesehen, dass das rechte Handgelenk unnatürlich verbogen ist. Fast wäre ich wegen der Schmerzen kollabiert“, sagt Breiner.
Die Linzerin wird in das Linzer Unfallkrankenhaus (UKH) gebracht. Dort stellen die Ärzte einen Bruch am rechten Unterarm fest – die Verletzung muss gegipst werden. Operationsgehilfe Christoph Gerum nimmt die Versorgung vor.
Mehr als 100 Frischverletzte zählte die Erstuntersuchung des Unfallkrankenhauses gestern bis Mittag – dreimal mehr als an gewöhnlichen Tagen. „Der Großteil der Patienten ist auf dem Glatteis ausgerutscht und hat sich Verletzungen am Hand- oder Sprunggelenk, an der Schulter oder am Brustkorb zugezogen. Zehn Gestürzte mussten wir stationär aufnehmen“, sagt Milan Capousek, Facharzt für Unfallchirurgie und diensthabender Oberarzt im UKH. Personen mit weniger dringenden Beschwerden mussten bis zu drei Stunden warten: „Frischverletzte haben bei uns Priorität. Das wirkt sich gerade an solchen Tagen auf die Wartezeit aus“, sagt der Oberarzt.
Der Ansturm an Verletzten bedeutete für das Personal des Krankenhauses eine besondere Herausforderung. „Bei so vielen Patienten sind nicht nur wir Ärzte gefragt. Die Versorgung funktioniert am besten im Team – gemeinsam mit OP-Gehilfen, Pflege- und Röntgenpersonal“, sagt Capousek.
Bevor man daran geht, sollten die Politiker einmal nachdenken. Es muss in erster Linie die Versorgung der Bevölkerung gesichert sein. Sowohl in der Stadt Linz als auch in den ganzen Randbezirken.
Wenn man beim Land schon sparen will, dann sollte man einmal vor der eigenen Haustür kehren. Weg mit den viel zu vielen Abgeordneten und jenen Beamten, die nur einen Absicherungsposten haben. Brauchen wir wirklich Bezirkshauptmannschaften, Vizebürgermeister und Vizevizebürgermeister usw. ???
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