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Oberösterreich

Dietmar Stütz: Er vertritt 14.000 Pflichtschullehrer

Dietmar Stütz aus Freistadt ist ab September oberster Personalvertreter für Lehrer in Oberösterreichs Volks-, Sonder- und Neuen Mittelschulen

Dietmar Stütz

Dietmar Stütz   Bild: (GÖD)

Ständig im Einsatz für seine Kollegen: Das ist Dietmar Stütz. Der 53-Jährige berät Lehrer, die in Pension gehen wollen, hilft bei Versetzungen oder gibt Tipps, wenn sich ein Pädagoge für eine Schule bewerben möchte. Er ist, kurzum, der Richtige, wenn es darum geht, sich als Lehrer im Paragrafendschungel des Dienst- oder Besoldungsrechts zurechtzufinden.

Nun rückt der Freistädter zum obersten Personalvertreter aller 14.000 Lehrer in Oberösterreichs Volks-, Sonder- und Neuen Mittelschulen auf. Ab 1. September wird er das wichtigste Gremium, den Zentralausschuss, leiten. Er folgt Walter Wernhart nach, der nach elf Jahren an der Spitze mit 64 Jahren in Pension geht. "Ich freue mich, dass mir das Vertrauen für diese Aufgabe ausgesprochen wurde", sagt Dietmar Stütz, der bisher Wernharts Stellvertreter war. Auch in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und im Christlichen Lehrerverein ist er in führenden Funktionen aktiv.

Dass er Lehrer werden würde, war für Stütz, der in Linz aufwuchs, schon früh klar. Beide Eltern waren Lehrer: Seine Mutter arbeitete als Werklehrerin, sein Vater unterrichtete Krankenschwestern. So ließ sich Stütz nach der Matura am Linzer Stifter-Gymnasium und dem Bundesheer an der Pädagogischen Akademie der Diözese zum Hauptschullehrer für Mathematik, Physik, Chemie und Informatik ausbilden. Sein erster Dienstposten führte den Linzer 1986 ins Mühlviertel, wo er prompt hängenblieb. Seither wohnt der leidenschaftliche Wanderer, der in der Freizeit gerne an Computern programmiert und Krimis liest, mit seiner Frau Karin, ebenfalls NMS-Lehrerin, sowie den Kindern Benjamin (15) und Elisabeth Anna (11) in Freistadt.

Seit Mai 2001 ist Stütz freigestellter Personalvertreter. Er fordert mehr Ressourcen für den Schuldienst und wünscht sich mehr Praxisbezug bei Schulreformen: "Es wäre wichtig, beim Entwerfen der Reformen Praktiker um ihren Rat zu bitten. Und man sollte zuvor evaluieren, was bisherige Reformen gebracht haben."

 

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Artikel Herbert Schorn 12. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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