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Oberösterreich

Diese Juristin ist auch als Bäuerin spitze

Ab 1. 1. ist Gabriele Hebesberger die einzige Chefin einer Bezirksbauernkammer

Gabriele Hebesberger   Bild: LK OÖ

Wer am 488 Meter hohen Gusterberg südöstlich von Kremsmünster aufgewachsen ist, dem kann Weitsicht nicht abgesprochen werden. Von hier aus wurde das Österreichisch-Ungarische Kaiserreich vermessen. Auf dessen höchstem Punkt thront eine mächtige Linde, die als „Baum mitten in der Welt“ bekannt ist. Der Blick schweift hier von den Alpen bis zur böhmischen Grenze. Der elterliche Hof von Gabriele Hebesberger liegt nur wenige hundert Meter entfernt von diesem Punkt.

Mit Zielstrebigkeit, ausgezeichnetem Zeitmanagement und großem Ehrgeiz bewältigte die am 17. Februar 1976 geborene Kremstalerin schon früh ihren eigenen Weg. Ihr erster Sohn Fabian (23) erblickte bereits vor der Matura an der HBLA das Licht der Welt, anschließend absolvierte sie ihr Jus-Studium in Linz trotz Mutterpflichten in nur vier Jahren. „Wenn man sehr jung ist, dann geht alles spielend“, sagt Hebesberger, die mittlerweile mit Gabriel (14) und Johannes (8) zwei weitere Söhne hat.

Seit 2005 ist die Juristin in der Rechtsabteilung der Landwirtschaftskammer tätig, mit 1. Jänner übernimmt sie als landesweit einzige Frau die Leitung der fusionierten Bezirksbauernkammer Kirchdorf-Steyr. „Ich habe eine neue Herausforderung gesucht“, sagt die dreifache Mutter schmunzelnd. Es gelte, ein Team zusammenzuführen und Abläufe zu harmonisieren. „Das wird sicher ein spannendes Jahr.“ Auch, weil die ländliche Struktur generell im Wandel sei.

Davon kann die Juristin aus eigener Erfahrung berichten. Sie selbst führt längst den elterlichen Schweinemast-Betrieb in Kremsmünster, ihr Gatte Johannes Ölsinger kümmert sich vor allem um den 30-Hektar-Betrieb in Rohr. „Das geht nur, wenn wirklich alle in der Familie zusammenhelfen.“

Auf ihre Hobbys verzichtet die leidenschaftliche Skifahrerin und Mountainbikerin dennoch nicht: „Ich will mit meinem Mann im kommenden Jahr die Dachsteinrunde fahren.“ Zuvor heißt es aber, das Team auf Vordermann zu bringen, damit Zeit fürs Training bleibt.

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Artikel Gerald Winterleitner 29. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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