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Oberösterreich

„Die Kameradschaft hält mich frisch“

Franz Haider ist noch im Alter von 90 Jahren bei jeder Feuerwehrübung dabei.

Franz Haider   Bild: FF Kremsmünster

Jeden Dienstag startet Franz Haider (90) sein Auto und fährt zur Feuerwehrübung nach Kremsmünster. Seit nicht weniger als 67 Jahren praktiziert der Pesendorfer dieses Ritual – und ist damit einer der ältesten aktiven Feuerwehrmänner des Landes.

Es sei einerseits die „Macht der Gewohnheit“ und andererseits die „Selbstverständlichkeit, zu helfen“, die Haider bis heute fleißig mitwirken lassen. Seine Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Kremsmünster können so gut wie immer auf den rüstigen 90-Jährigen zählen. „Er ist bei jeder Übung und fast jedem Einsatz dabei“, sagt Kommandant Gerhard Bruckner.

Zirka 3500 Einrückungen gehen auf das Konto seines ältesten Kumpanen, dieses Jahr rückte er schon neunmal aus. Vor allem für den Feuerwehrnachwuchs hat Franz Haider eine Vorbildfunktion. „Von seiner Einsatzerfahrung kann man als Berufsfeuerwehrmann nur träumen“, sagt sein Enkel, Georg Haider. Mit ihm, seinem Vater Franz und dem gleichnamigen Opa sind drei Generationen der Familie Haider bei der Feuerwehr Kremsmünster aktiv.

Am vergangenen Sonntag feierten sie den 90. Geburtstag ihres Idols, das sich ein Leben ohne die Feuerwehr nicht vorstellen kann: „Ich habe nie daran gedacht, aufzuhören. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich helfe, wenn etwas passiert“, sagt der Jubilar. Dass er auch im hohen Alter am Hof seines Juniors anpackt, verdankt Haider dem Feuerwehrdienst: „Die Kameradschaft hält mich frisch.“

Dreiviertel seiner Lebenszeit besitzt er bereits seine Uniform. Sie zu bekommen, war allerdings gar nicht so einfach: Als der junge Haider nach dem Zweiten Weltkrieg Feuerwehrmitglied in Kremsmünster werden wollte, wies man ihn ab. Das Kommando glaubte, er hatte nur wegen der amerikanischen Zigaretten Interesse: „Zu der Zeit gab es die bei der Feuerwehr. Das war aber nicht der Grund, warum ich beitreten wollte“, sagt der gebürtige Rieder. In den folgenden Jahrzehnten hat er das bewiesen.

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Artikel Verena Gabriel 09. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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