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Oberösterreich

Der letzte Tag auf der Eisenbahnbrücke

LINZ. Das Wetter zeigt sich trotz etwas Kälte von der gnädigen, weil sonnigen Seite und es scheint, als würde dieser letzte Tag der Eisenbahnbrücke in Linz viele zu einem Besuch animieren.

Eisenbahnbrücke

Ein letzter Blick auf die Brücke. Bild: Volker Weihbold

Ein finaler Gang über die Brücke, das hört man seit den Nachmittag-Stunden immer wieder, wenn man mit den Passanten ins Gespräch kommt. So viele Fußgänger, Läufer und Radfahrer sind normalerweise nicht auf und an der Eisenbahnbrücke anzutreffen wie heute. Es ist eben doch ein besonderer Tag, an dessen Ende die Sperre der Donauquerung steht. Denn um 0.30 Uhr ist bekanntlich Schluss für alle Verkehrsteilnehmer, dann harrt die Eisenbahnbrücke nur mehr ihres Abrisses.

Ein letztes Mal über die Brücke gehen, noch ein Foto mit der Stahlkonstruktion im Hintergrund, die bei näherer Betrachtung schon das besondere Etwas hat, wie es ein Linzer beim intensiven Blick in einen der drei Bögen bezeichnet. Auffallen tut dies erst jetzt, weil klar ist, dass die 116 Jahre alte, für das Stadtbild prägnante Brücke abgerissen und damit bald Geschichte sein wird. Tausendmale sind viele über diese Brücke gegangen und gefahren, ohne dass ihnen dies jemals aufgefallen wäre. Das ist nun anders.

So stehen zwei Grablichter auf der Seite der Brücke, die den Radfahrern vorbehalten ist. Und an zwei Stellen findet man eine Nelke und eine Parte. Ein letzter Gruß an die Brücke, die nun zu Grabe getragen wird.

Dennoch ist die Stimmung nicht gedrückt. Man begegnet sich, tauscht ein paar nette Worte aus oder findet sich in der Erinnerung an früher wieder. Denn die, die da sind, haben ihre ganz speziellen Geschichten, die sie mit der Eisenbahnbrücke verbinden.

Das Wetter lud für ein letztes Foto auf der Brücke ein.

 

Street Runner „tanzten“ auf der Brückenkonstruktion

Zwischen sentimentalen Gedanken an Ereignisse in der eigenen Lebensgeschichte und einfach nur einem letzten Besuch auf der Brücke, finden sich auch Menschen, die nichts dagegen haben, dass die Brücke nun durch eine neue ersetzt werden wird . Walter Englich und Oliver Hörschlager, 23 und 24 Jahre alte Linzer, gehörte am Nachmittag dennoch für ein paar Augenblicke die ganze Aufmerksamkeit. Die Street Runner vom Team Obsession turnten und balancierten auf der Brückenkonstruktion. Das erste und letzte Mal, wie sie sagten.

Als ehemalige Turner und jetzige Street Runner hätten sie einfach wissen wollen, wie sich die Brücke „anfühlt“. „Zuerst schaut man von unten, welche Möglichkeiten man hat, um hinauf zu kommen. Dann tastet man sich heran“, sagte Englich den OÖN, der auch seine Höhenangst nicht verhehlt. Für Hörschläger war es lässig, vor allem der Moment, als er über einem Linienbus saß.

 

Auf unserem Video sind die waghalsigen Stunts der beiden zu sehen:

 

Nach einer knappen halben Stunde des besonderen Zuganges zur Eisenbahnbrücke, zogen die beiden Linzer ab, nicht ohne vorher  auch von älteren Zusehern Schulterklopfen und anerkennende Worte zu bekommen. Der besondere, weil letzte Tag der Eisenbahnbrücke, hat eben seine eigenen Gesetze.

Schwelgen Sie mit uns in Erinnerungen und laden Sie Ihre Bilder der Eisenbahnbrücke hier hoch.

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Artikel Reinhold Gruber/Christopher Buzas 26. Februar 2016 - 17:10 Uhr
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