Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 19. September 2017, 22:43 Uhr

Linz: 11°C Ort wählen »
 
Dienstag, 19. September 2017, 22:43 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Aufnahmetest für alle, die Lehrer werden wollen

LINZ. Auch zukünftige Pädagogen in Gymnasien müssen ab 2016/17 vorab Prüfung bestehen.

Ab kommenden Herbst Aufnahmetest für alle, die Lehrer werden wollen

Das Testverfahren wurde in der Steiermark und Kärnten bereits angewendet: 90 Prozent kommen durch. Bild: Weihbold

Die Vorbereitungen für die Reform des Lehramtsstudiums laufen auf Hochtouren: Ab Herbst 2016 werden Lehrer für Neue Mittelschulen (NMS) und Gymnasien erstmals in einem sechsjährigen Bachelor-/Masterstudium gemeinsam ausgebildet. Die Studenten besuchen dafür sowohl Pädagogische Hochschulen (PHs) als auch Unis. Mit dem Bachelor können sie fünf Jahre lang an NMS und der Gymnasium-Unterstufe unterrichten, dann wird der Master fällig.

Drei-Stunden-Test am PC

Neu ist, dass alle zukünftigen Pädagogen ein Aufnahmeverfahren absolvieren müssen – somit erstmals auch für die AHS. Die erste Stufe besteht aus einem Selbsteinschätzungstest, den die Studenten bei der Registrierung am Computer von zu Hause aus absolvieren. Dabei soll ihnen bewusst werden, welche Arbeitsschwerpunkte auf sie zukommen (etwa erklären, Konflikte lösen, Elternarbeit) und welche Persönlichkeitsmerkmale dafür erforderlich sind (zum Beispiel Kontaktfreude oder psychische Stabilität).

Phase zwei besteht ebenfalls aus einem Computertest und muss an einer Uni oder PH abgelegt werden. Dieses psychometrische Testverfahren dauert drei Stunden und fragt allgemeines kognitives Wissen sowie emotionale Kompetenzen ab. Fachspezifisches wird aber – wie bisher – nur in den künstlerischen Fächern und im Sport in eigenen Verfahren überprüft.

Doch kann man mit einem Computertest wirklich die besten Lehrer finden? "Das Testverfahren ist ein guter Indikator für die Studienfähigkeit", sagt Herbert Gimp, Rektor der PH Oberösterreich. "Über die Eignung als Lehrer sagt er noch wenig aus. Das schauen wir uns lieber in der Realsituation an." Diese erleben die Studenten von Beginn an in der Schulpraxis. Auch Berta Leeb, Vize-Rektorin der PH der Diözese, sagt: "Um das pädagogische Talent zu beurteilen, braucht man Zeit." Das rein fachliche Wissen wird in der Studieneingangsphase in den einzelnen Fächern abgeprüft. Der Test wird bis auf Wien und Niederösterreich in ganz Österreich angewendet. Ein klarer Vorteil, so Leeb: "Das Ergebnis wird in allen teilnehmenden Institutionen anerkannt."

Bis dahin ist noch Zeit: Der erste Teil kann ab 1. März 2016 absolviert werden, der zweite im Mai, Juli und September. Bleibt die Frage: Wie schwierig ist der Test? Gimpl beruhigt: "Nach ersten Erfahrungen in der Steiermark und Kärnten bestehen 90 Prozent."

Kommentare anzeigen »
Artikel Herbert Schorn 09. November 2015 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Tödlicher Unfall in Enns: Pkw-Fahrer starb, Lkw-Fahrer unter Schock

ENNS. Dienstagabend ereignete sich im Gemeindegebiet von Enns ein tödlicher Unfall.

Unfall bei Polizei gemeldet und sich als Alkolenker entlarvt

STEYR. Einen beschädigten Straßenleitpflock, den er mit dem Auto gerammt hat, wollte ein 65-Jähriger am ...

Totalsperre auf der A1 nach schwerem Unfall

ENNS. Die Feuerwehr Enns wurde am Dienstag kurz nach 15.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit ...

Außenamt: In Libyen entführter Linzer ist „wahrscheinlich tot“

LINZ. Der 2015 in Libyen von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) entführte Linzer Dalibor S.

Herbst beginnt, der Schnee ist schon da

Ein Tiefdruckwirbel mit Kern über Italien dreht über die Ostalpen nach Oberösterreich herein.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!