Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 24. Oktober 2017, 13:14 Uhr

Reichenau im Mühlkreis: 8°C Ort wählen »
 
Dienstag, 24. Oktober 2017, 13:14 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Anwalt besucht am Freitag Amokschützen in U-Haft

STEYR. Jener 51-jährige Steyrer, der Montagabend von seinem Balkon 20 Schüsse auf die Straße abgefeuert haben soll, sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Der Verdächtige „zieht es vor, bis auf Weiteres nichts zu sagen“, so Andreas Pechatschek, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Anwalt besucht heute Amokschützen in U-Haft

Justizanstalt Garsten. Bild: OON

Pflichtverteidiger Harald Gausch wird mit seinem Mandanten Freitag Vormittag erstmals in der Justizanstalt Garsten zusammentreffen. Mit seinem Anwalt wolle der Arbeitslose unter anderem klären, ob er der von der Staatsanwaltschaft geplanten Tat-Rekonstruktion zustimme, sagt Pechatschek.

Josef N. wird voraussichtlich wegen versuchten Mordes, versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt und auch Tierquälerei angeklagt werden. Letzteres, weil er unmittelbar vor seiner Festnahme einen Diensthund der Cobra erschossen haben soll.

Die polizeilichen Einvernahmen von Zeugen – Nachbarn und Schüler der nahegelegenen HTL – seien noch nicht abgeschlossen, dies könne noch einige Zeit dauern. Die Staatsanwaltschaft hat zwei Gutachten in Auftrag gegeben, ein psychologisches sowie eine Blutuntersuchung. Es werde nach sämtlichen bewusstseinsbeeinträchtigenden Substanzen, vor allem aber Alkohol, gesucht. Die Tatwaffe – eine nachgebaute Kalaschnikow – hat der Steyrer legal besessen, wie lange, ist nicht bekannt. Für den Erwerb des Jagdgewehrs ist kein Waffenpass nötig.

 

Die Tat

Ablauf: Am Montag soll der 51-Jährige um 17 Uhr begonnen haben, wahllos mit einer nachgebauten Kalaschnikow vom Balkon seiner Wohnung in der Schlüsselhofgasse auf die Straße zu schießen. Laut Polizei feuerte Josef N. sein Gewehr 20-mal ab, unter anderem auch auf Beamte. Die Sondereinheit COBRA konnte den Mann 90 Minuten später festnehmen.

Kommentare anzeigen »
Artikel (mpk) 23. März 2012 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

So einfach kommt man zu einem gefälschten Führerschein

LINZ. Gefälschte Führerscheine aus Polen oder Tschechien boomen.

53-Jähriger wegen Kindesentziehung vor Gericht

STEYR. Ein 53-jähriger gebürtiger Ägypter hat 2012 seine zwei Söhne in sein Heimatland verschleppt, obwohl ...

Trotz Rückgangs: Heuer bereits 917 Delikte am Linzer Bahnhof 

LINZ. Polizei, ÖBB und der Linzer Magistrat wollen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und Passanten am ...

Mühlviertler "Menscha" auf Eroberungszug

LINZ. Mit ihrer Mundartmusik sichern sich die Poxrucker Sisters immer mehr Fans.

Ehemann tötete Frau und sich selbst

SANKT MARTIN/MÜHLKREIS. Zu einer Tragödie kam es am Montag in der kleinen Mühlviertler Gemeinde St.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!