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Oberösterreich

Abschied vom Blütenmeer

KREMSMÜNSTER. Nach 177 Tagen Gartengenuss heißt es Abschied nehmen von der Landesgartenschau in Kremsmünster. 280.000 Besucher sind gekommen, 81 Prozent aus Oberösterreich. Das letzte Wochenende steht bevor.

Blütenmeer Bild: Landesgartenschau Kremsmünster

Gefeiert wird mit einem großen Abschlussfest am Samstag. Auch die Nachnutzung ist schon angelaufen: "Wir werden auf dem Gelände kommendes Jahr  Gemeinschaftsgärten für die ganze Bevölkerung anlegen", sagt Kremsmünsters Bürgermeister Gerhard Obernberger.   

„Dreiklang der Gärten“ lautete das Motto des großen Gartenfestivals. Stift Kremsmünster, der Markt und das Schloss Kremsegg, zehn Themengärten, ebenso viele Schaugärten und Küchengärten und das vielseitige Programm mit mehr als tausend Veranstaltungen machten die Schau zu einem Anziehungspunkt im In- und Ausland.

Was die Herkunft der Besucher betrifft, so gibt eine Studie der Gartenschau Auskunft: “81 Prozent kamen aus Oberösterreich, fünf Prozent aus Niederösterreich, der Rest aus Salzburg, der Steiermark, Wien und Bayern„, sagte Landeshauptmann  Thomas Stelzer (ÖVP) heute bei der Abschluss-Pressekonferenz in Linz.

Die Gründe für den Besuch der Gartenschau waren vielfältig, ganz klar im Fokus stand aber laut Stelzer das “Interesse für Garten und Natur„ (60 Prozent). 37 Prozent besuchten die Schau im Rahmen eines Tagesausflugs mit Familie und Freunden, 21 Prozent holten sich als Hobbygärtner Anregungen für den Privatgarten.

So schmeckt Oberösterreich: Mit mehr als 250 Gemüsesorten und dem Motto “Vom Beet auf den Tisch„ begeisterte der große Gemüsegarten der Stiftsgärtnerei mit seiner Vielfalt. Laut der Studie haben 86 Prozent der Befragten einen eigenen Garten. Besonders groß war das Interesse rund um das Thema Gemüse (71 Prozent). “Auffällig war die hohe Anzahl der Dauerkarten„ berichtete Karin Imlinger-Bauer, Geschäftsführerin der Landesgartenschau-GmbH. 4456 Dauerkarten sind Rekord. 

Der “Schwung„, den die Investitionen und die Besucher brachten, soll anhalten, betonte Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP). Dementsprechend musste die Gemeinde Kremsmünster Impulse setzen. Man etablierte sich als “Kultur-Schau-Platz„. Ein Malatelier am neuen Marktplatz, ein imposantes “blaues Haus„, in dem die Geschichte des Marktes erzählt wird, und eine Straßengalerie an der Stiftsmauer waren reizvolle Akzente. Jetzt soll vor allem die Gehverbindung zwischen dem Stift und dem Markt für Gäste attraktiviert werden.

Auch die qualitätsvolle Gastronomie steht weiter im Fokus. In Kremsmünster gründete sich eine Wirte-Kooperation unter dem Etikett  “Gaumenfreunde„, und der neue “Online.Markt.Kremsmünster„ gilt als zukunftsweisendes Innovationsprojekt.

Die renaturierte Krems, das Facelifting des Marktplatzes mit seinen hundert renovierten Fassaden, die neuen Spazierwege, die attraktiven Spielplätze und die Schaugärten: Vieles hat auch nach der Gartenschau Bestand. Das gilt nicht zuletzt auch für die “Schwimmenden Gärten„ im Bereich des Stiftes Kremsmünster.

Jetzt steht Aigen-Schlägl in den Startlöchern. “Bio.Garten.Eden„ heißt die nächste Landesgartenschau, die 2019 eröffnet wird. Was die Besucher dort erwartet, zeigte die letzte Hallenschau im Feigenhaus von Stift Kremsmünster. 

Gemeinsam mit Landeshauptmann Stelzer, Landesrat Hiegelsberger und Biogärtner Karl Ploberger wird am kommenden Samstag das Ende des großen Gartenfestes gestaltet. Mit einem “Herbstfest„ im Stift und dem Gallusmarkt im Ort hat auch das letzte Wochenende viele Highlights zu bieten. Die offizielle Abschlussfeier findet auf der großen Bühne im Schloss Kremsegg statt, Beginn ist um 15.30 Uhr (freier Eintritt ab 14 Uhr im Schlosspark). Für Musik sorgen der Musikverein Kremsmünster und der Musikverein Aigen-Schlägl. Der von Abt Ambros Ebhart zelebrierte Dankgottesdienst zur Landesgartenschau findet am Sonntag um 10.15 Uhr in der Stiftskirche statt.

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Artikel Alfons Krieglsteiner 11. Oktober 2017 - 12:00 Uhr
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