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Oberösterreich

Ärger um versprochenen Hochwasserschutz

LUFTENBERG. Eine geplante Schutzmauer wird nun doch nicht gebaut: Die Anrainer in der St. Georgener Bucht Süd in Luftenberg sind empört.

Ärger um versprochenen Hochwasserschutz

Gerda und Egon Spendlingwimmer protestieren für Schutzmaßnahmen. Bild: privat

Neun Hochwassermarken hat Egon Spendlingwimmer schon in seiner Garage. Die letzte stammt aus 2013, da stand das Wasser etwa 1,70 Meter hoch. "Wäre ich rausgegangen, hätte es mir bis zum Kopf gereicht", sagt Spendlingwimmer, der in der St. Georgener Bucht Süd in Luftenberg lebt. Er war nicht der einzige Betroffene in der Siedlung.

In dem Gebiet Schutzmaßnahmen zu errichten, war schon länger geplant, die Überschwemmungen im Sommer 2013 machten das Problem wieder akut. "Danach gab es eine große Informationsveranstaltung, in der angekündigt wurde, was alles geplant sei", erinnert sich Spendlingwimmer. "Wir haben uns gefreut, dass etwas passiert."

Doch nun erhielten er und weitere Anrainer ein Schreiben, dass die vorgesehene Schutzmauer nicht wie geplant errichtet werde. Spendlingwimmer und andere Bewohner sind empört: "Es ist für uns völlig unverständlich, dass wir keinen Schutz bekommen sollen. Wir sind sehr betroffen."

Sein Nachbar Karl Bisenberger weist darauf hin, dass in den ebenfalls betroffenen Gemeinden St. Georgen an der Gusen, Langenstein und Abwinden sehr wohl Schutzmaßnahmen errichtet wurden bzw. werden. "Warum nicht auch bei uns?", fragt Bisenberger, der sein Haus 2010 gebaut hat. "Ich war damals überzeugt, dass ein Hochwasserschutz käme. Sonst hätte ich vielleicht anders gebaut."

Schutz von Wohnbereichen

"Es gibt Richtlinien vom Infrastrukturministerium, welche Wasserschutzmaßnahmen gefördert werden: Gefördert wird der Schutz von Wohnbereichen. Die sind in diesem Gebiet nicht betroffen", erklärt Christian Aufreiter, Bürgermeister von Langenstein und Obmann des Wasserverbandes St. Georgener Bucht. Die Wohnräume der Häuser dort lägen über der Marke des Jahrhunderthochwassers.

Allerdings sei die ursprünglich geplante Schutzmauer ein genehmigtes Projekt. "Wir sind nun auf der Suche nach Alternativen, um die Schutzmaßnahmen umzusetzen", sagt Aufreiter. Dafür werde es noch weitere Gespräche mit Bund und Land geben: "Aber bis Ende 2019 soll der Hochwasserschutz dort fertig sein." (wal)

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Artikel 26. August 2017 - 00:04 Uhr
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