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Oberösterreich

Ärger in Traunkirchen: Zwei Meter hoher Phallus neben Kreuzweg

TRAUNKIRCHEN. Der illustre Antiquitäten-Millionär Jürgen Hesz stellte auf dem Traunkirchner Kalvarienberg eine zwei Meter hohe Phallus-Statue auf und irritiert damit Gläubige.

Aufregung wegen der Phallus-Statue Bild: www.fotokerschi.at

Nicht nur die Teilnehmer der Karfreitagsprozession, sondern auch die Traunkirchner Antlasssinger, die in der Nacht auf Freitag am Kreuzweg beten und singen, müssen am erigierten Penis vorbeiziehen.

Hesz besitzt auf dem Kalvarienberg seit einigen Jahren die Russenvilla und hat das Monument auf dem dazugehörigen Privatgrund aufgestellt. Allerdings ganz nahe an den Kreuzweg – was ihm viele Traunkirchner übel nehmen. „Wir sind schon irritiert“, sagt Alois Siegesleitner vom Führungsteam der katholischen Pfarrgemeinde.

In Traunkirchen wird vermutet, dass die Statue – laut Hesz rund 1900 Jahre alt und ein originales Fruchtbarkeitssymbol aus der hellenistischen Zeit – nicht zufällig neben dem Kreuzweg steht. Hesz wollte seine Russenvilla ausbauen und dabei auch einen Kunstspeicher errichten. Dafür hätte der 321 Jahre alte Weg (der älteste Kreuzweg im Salzkammergut) teilweise verlegt werden müssen, doch der Gemeinderat lehnte das im November in einer knappen Abstimmung ab. Zuvor hatte er schon einmal offen damit gedroht, Flüchtlinge im Haus anzusiedeln oder ein Bordell daraus zu machen.

Hesz selbst streitet jeden Zusammenhang ab, die Statue sei keine Retourkutsche. „Die Traunkirchner sind mir sowas von egal“, sagt er. „Ich habe mein Geld längst woanders investiert und bin froh darüber. Die sollen froh sein, dass sie durch mich im Gespräch bleiben. Eigentlich müsste mir der Tourismusverband eine Plakette verleihen.“

Sichtschutz von Gemeinde errichtet

Traunkirchens Bürgermeister Christoph Schragl hat noch am Dienstag reagiert und Bauhofmitarbeiter beauftragt, einen Schutzzaun zu errichten. Aus Schneestangen und einer Plane wird am Abend ein Zaun aufgebaut, der die Sicht auf die Statue verhindert.

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Artikel nachrichten.at 11. April 2017 - 16:17 Uhr
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