Heute müssen wir froh sein, wenn wir Fisch bekommen“, sagt Adolf Brugger (71), der Seniorchef von Elfin, des einzigen Erzeugers von Fischmarinaden, der in Österreich überlebt hat.
40 bis 80 Prozent teurer
Seit 1955 ist er in dem nun 80 Jahre alten Familienunternehmen tätig, so verrückt sei die Marktentwicklung aber noch nie gewesen. „Österreich ist ein kleiner Markt, das erschwert unsere Position“, sagt Junior Markus Brugger (40), der Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer. Die Rohware habe sich jedenfalls in einem Jahr um 40 bis 80 Prozent verteuert. Die Ursachen: Fangquoten, der steigende Konsum in anderen Kontinenten und die Beliebtheit von Hering, Makrele und Lachs als Lieferant gesunder Omega-3-Fettsäuren.
Elfin macht 55 Prozent seines Umsatzes von zuletzt 14 Millionen Euro (plus 4,5 Prozent) mit eigenen Fischprodukten, rund zehn mit Sauergemüse und ein Drittel mit Handelsware (zum Beispiel Lachs). Abnehmer sind alle großen Handelsketten, außer die Diskonter.
Beim Fisch verschieben sich die Konsumgewohnheiten: Der Absatz von Russen machte früher zwei Drittel aus und hat sich halbiert. Dafür werden Teufelsroller, pikante Heringshappen, Matjes und vor allem Garnelen immer beliebter. In der Hochsaison vor Aschermittwoch werden 100 Mitarbeiter beschäftigt, ganzjährig rund 45. Die Eigenkapitalquote beträgt 70 Prozent.
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