Bis zu 20 Ahnentafeln und Stammbäume stellt das Stammbaum-Atelier Rosenlechner jährlich her. Auch wenn die Nachfrage oft größer sei, könne sein Atelier nicht mehr produzieren, sagt Franz Rosenlechner. „Die Tätigkeit ist ein Gemisch aus EDV- und Handarbeit und sehr aufwändig“, erklärt der Atelierbesitzer. Die Lieferzeit beträgt inzwischen zwei und sechs Monate. Der Preis liegt je nach Größe des Gemäldes zwischen 1000 und 5000 Euro. Die Größten sind bis zu 1,80 Meter hoch und 2,20 Meter breit.
Wie kann sich ein Kunde nun ein Stammbaum-Gemälde anfertigen lassen? „Die Ahnenforschung müssen die Kunden selbst betreiben. Aus den gelieferten Daten fertigen wir dann eine Skizze an“, beschreibt Rosenlechner die Startphase, in der ein Kunstwerk entsteht.
Ist der Kunde mit dem Entwurf zufrieden, beginnt die Arbeit mit dem Gemälde. „Meine Frau erledigt den kreativen Teil mit der Malerei des Baumes oder der Tafel. Ich arbeite mit einem Grafikprogramm am Computer und schreibe damit die Namen in einem original alt-deutschen Fraktursatz“, erklärt Franz Rosenlechner. Die Namen mit der Hand zu schreiben, würde zu lange dauern und sei nicht rentabel. Die Gemälde entstehen auf einem wasserfesten Karton, der auf einer Hartfaserplatte aufgezogen wird. Regina Rosenlechner malt mit Acryl-Farben, die sehr lange halten.
Die Frage, wie er auf die Idee kam, Stammbaum-Malerei zu betreiben, sei ihm schon oft gestellt worden, sagt Franz Rosenlechner. Angefangen habe alles 1988. „Damals war ich arbeitslos und kam spontan auf die Idee, den eigenen Stammbaum zu zeichnen“, erzählt Rosenlechner. Intensives Forschen nach den Vorfahren sei nicht nötig gewesen, denn sein Bruder habe für ein großes Familienfest Daten der Verwandtschaft zusammengetragen. Die Idee habe sich weiterentwickelt. Schon zu Beginn habe in der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis reges Interesse geherrscht.
„Ab 1992 haben wir es dann gewerblich gemacht, denn die Nachfrage wurde immer größer“, sagt Rosenlechner. Das Atelier in der Marktnische hat sich heute längst etabliert. Rosenlechners bisheriger Rekord war ein Bild, auf dem er Vorfahren bis ins 7. Jahrhundert zurück dargestellt hat.
Baum und Tafel
Regina und Franz Rosenlechner gestalten sowohl Stammbäume als auch Ahnentafeln . Auf einem Stammbaum werden alle Nachfahren eines Ehepaares dargestellt. Auf der Ahnentafel geht der Zeichner dagegen von einer Person systematisch zu den Vorfahren zurück. Rosenlechner bietet 15 verschiedene Baum- und Tafelarten an, darunter Erbfolge-, Namenslinien- und Hofstammbäume.
Raubüberfall auf Trafik in Wels
Telekom schrieb im Vorjahr enorme Verluste
CL: Basel besiegt Bayern überraschend
Romney legte sich mit Santorum an - Hitzige TV-Debatte vor US-Vorwahlen