Der Gesamtenergieverbrauch dürfte in Österreich bis 2050 sinken, der Stromverbrauch insgesamt und pro Kopf aber steigen, hat die Austria Energy Agency errechnet. In drei verschiedenen Szenarien kommt die E-Wirtschaft auf einen Mehrbedarf von 15 bis 20 Prozent im Vergleich zu jetzt.
Während der Dienstleistungsbereich und die Privathaushalte ihren Strombedarf durch effizientere Geräte und bewusstes Sparen eher senken dürften, rechnet die E-Wirtschaft damit, dass in Produktionsbetrieben und vor allem in der Mobilität der Verbrauch steigen wird. Letzteres würde demnach Erdöl ersetzen. Von derzeit 58,7 Terawattstunden werde der Verbrauch auf 65,6 bis 68,2 Terawattstunden steigen, so eine am Dienstag präsentierte Prognose.
Die heimische Stromwirtschaft pocht aufgrund dieser Szenarien seit längerem darauf, den Ausbau von Stromerzeugung und Stromnetzen vorantreiben zu können.
Konkrete Projekte
Insgesamt hat die Branche derzeit konkrete Projekte mit einem Volumen von 3,6 Milliarden Euro in Arbeit, die bis 2015 oder kurz danach mit 3,5 Terawattstunden verwirklicht werden könnten. Bis 2020 plant die E-Wirtschaft Ausbauten von sieben tWh für 15 Milliarden Euro. Für all dies erhofft sie sich rasche Genehmigungsverfahren, aber auch die Einführung eines „öffentlichen Interesses“ für solche Vorhaben im Wasserrecht und auch in der nächsten Elwog-Novelle, die im Herbst in Begutachtung gehen soll, sagt Verbund-Chef und Präsident von Oesterreichs Energie (Verband der E-Werke), Wolfgang Anzengruber.
„Substitution“ ist in Österreich das Stichwort. Im Verkehrsbereich etwa stehen große Investitionen zur Verwirklichung der E-Mobilität an, und auch in anderen Verbraucher-Gruppen wird es zu Verschiebungen kommen: In Privathaushalten etwa wird der Anteil von Wärmepumpen und Solaranlagen zur Warmwasserbereitung weiter steigen, dafür der Anteil von Stromheizungen für Raumwärme abnehmen.
Auch das eigene Image hat die E-Wirtschaft durchleuchten lassen. Laut der alljährlich durchgeführten Sommer-Umfrage durch Gallup ist der Anteil der Österreicher, die erklären, die Branche habe einen guten Ruf, binnen eines Jahres von 46 auf 52 Prozent gestiegen, so Österreichs Energie-Geschäftsführerin Barbara Schmidt.
Für Wind und Wasser
Der Anteil der Befragten, denen es wichtig ist, dass der in Österreich verbrauchte Strom zur Gänze hier produziert wird, stieg von 70 auf 77 Prozent. 64 Prozent seien dafür, dass der steigende Strombedarf durch mehr Erzeugung im Inland abgedeckt werden solle, wobei es eine deutliche Präferenz für Wasserkraft und Windkraft gebe, so die Umfrage.
da wurde aber nicht bei mir nachgefragt.
Mit synchronen Preiserhöhungen trotz sinkender Strombörsenpreise (die "aus 100% eigener Erzeugung" ja keinen Einfluss haben sollten), Vertragsbindungsklauseln... haben sich div. Anbieter m.E. das Image ziemlich nachhaltig ruiniert...
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